Neue Rettungsstationen für mehr Sicherheit am Edersee

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Leuchtend rot: Sieben Rettungsstationen wurden am Edersee aufgestellt, eine auf der Liegewiese der Halbinsel Scheid. Mit im Bild (von links) Thomas Brauer, Hiltrud Deimel (Stadt Waldeck), Gerd Paulus (Wasserschutzpolizei), Bernd Schäfer (Stadt Waldeck/Feuerwehr), Klaus Schulze (DLRG Waldeck) sowie Edertals Bürgermeister Klaus Gier und Waldecks Erster Stadtrat Gerhard Germann.

Edersee. Sieben neue Rettungsstationen am Edersee tragen in Edertaler und Waldecker Gemarkung zur Sicherheit der Badegäste bei.

Rettungsring und eine 30 Meter lange Leine verbergen sich unter den leuchtend roten Stationen, die bei Notfällen geöffnet werden können. Informationshinweise mahnen zur Vorsicht in dem Freigewässer und geben Tipps zur Rettung.

„Ehrenamtliche Kräfte wie Feuerwehr und DLRG leisten sehr gute Arbeit, aber sie können nicht überall vor Ort sein“, gibt Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei am Edersee zu bedenken. Die Rettungsstationen seien Mosaiksteine für mehr Sicherheit am Edersee.

Gerd Paulus hatte die Idee von Surflehrer Lars Kreh und weiteren Wassersportlern gern aufgegriffen. „Der Edersee ist ein offenes Gewässer und birgt auch Gefahren - das ist ganz anders als im Schwimmbad“, sagt Paulus. Die Rettungsstationen sind deswegen auch mit Sicherheitshinweisen versehen. „Überschätzen Sie sich nicht“, heißt es mahnend mit Blick auf die Dimensionen des Gewässers. Bis zu 1000 Meter breit und 42 Meter tief ist der See, und Schwimmer können von Bootsführern leicht übersehen werden.

Erst Mitte Juli war ein Mann aus Kassel tot im Edersee gefunden worden - ohne Hinweis auf Fremdverschulden. Er ist möglicherweise ertrunken. Und nach dem Sturm vor einer Woche mussten sieben gekenterte Segelboote von der DLRG wieder aufgerichtet oder abgeschleppt werden. Zudem drohen Scherben und Angelhaken im Uferbereich.

Allgemeine Baderegeln („Gut abkühlen“, „Nicht zu viel essen“) sind an den Rettungsstationen ebenso enthalten wie Verhaltenstipps bei der Rettung Ertrinkender, Maßnahmen gegen Unterkühlung oder wichtige Nummern - von Notruf (112), Wasserschutzpolizei (05623/5437) und DLRG-Station (05623/5452). (höh)

Was die DLRG und Vertreter der beteiligten Kommunen zu den neuen Rettungsstationen sagen, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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