„Gemeinsam gutes tun“

Neuer Bus benötigt: Evangelische Jugend Upland startet Sponsoren-Aktion

Eine gute Sache unterstützen und dabei als Betrieb sichtbar werden: Solche „Social Sponsoring“ ermöglichte schon den alten Bus. Stephanie Stracke, Uli Faß-Gerold und Viola Wilke (von links) laden wieder zum Mitmachen ein.
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Eine gute Sache unterstützen und dabei als Betrieb sichtbar werden: Solche „Social Sponsoring“ ermöglichte schon den alten Bus. Stephanie Stracke, Uli Faß-Gerold und Viola Wilke (von links) laden wieder zum Mitmachen ein.

Der Bulli der Evangelischen Jugend Upland ist in die Jahre gekommen: Sie wirbt um Sponsoren, welche die Jugendarbeit unterstützen und auf einem neuen Bus werben wollen.

Willingen (Upland) – Bald zwölf Jahre fährt der Bus der Evangelischen Jugend Upland zwischen Rhena und Willingen und darüber hinaus, ist ein vertrauter Anblick und für die Jugendarbeit praktisch unverzichtbar – doch nach so langer Zeit ist sein Einsatz kaum noch wirtschaftlich, erklärt Jugendarbeiter Uli Faß- Gerold: Es fallen immer mehr Reparaturen an, die kostspielig werden und um den TÜV fürchten lassen.

Ein neuer Bus müsse her – und wie bereits beim alten und seinem Vorgänger braucht die Evangelische Jugend dabei finanzielle Hilfe und startet eine Sponsoren-Aktion.

20 Werbeflächen auf dem Bus sind zu vergeben, die drei Viertel der Kosten von 35 000 Euro decken sollen. Das sei für Unternehmer eine Chance, ihren Betrieb mit einer guten Sache zu verbinden: „Der Bulli ist sehr wichtig für unsere Arbeit: Ohne könnten wir keine Zeltlager oder groß was an Veranstaltungen machen“, erklärt Jugendarbeiterin Viola Wilke. Der Bus bringt Kinder aus den kleinen Orten zu Gruppenstunden zusammen und ermöglicht, Jugendliche nach den Treffen abends sicher nach Hause zu bringen. Er macht kostengünstige Gruppenfahrten und betreute Freizeitaktionen möglich. Und dann und wann tranportiert er Kindergartengruppen oder den Posaunenchor. „Für all diese Zwecke ist ein solcher Bus als ebenso sinnvolles wie notwendiges Arbeitsmittel kaum mehr verzichtbar“, wirbt die Evangelische Jugend in einem Schreiben um Unterstützung.

„Wir suchen Firmen, aber auch jeden anderen, der Spenden will“, erklärt Pfarrerin Stephanie Stracke als Vorsitzende des Jugendausschusses – auch, wer sich nicht auf dem Bus präsentieren möchte, kann also mithelfen. Das restliche Viertel der Kosten hofft die Evangelische Jugend so begleichen zu können.

Die Werbeaufkleber, die mit dem Bus unterwegs sind, sind 65 mal 21 Zentimeter groß. Auf Produktwerbung soll dabei nach Möglichkeit vermieden werden, Alkohol- und Tabakwerbung ist ausgeschlossen. Der Gesamtverband Upland arbeitet die Aufkleber bewusst selbst aus digitalen Vorlagen um, erklärt Uli Faß-Gerold – jeder Cent solle dem Zweck dienen und den Betrieben die vielfach anstrengenden Geschäftsstrategien fremder Agenturen erspart werden.

Dass das Timing inmitten der Corona-Krise schwierig ist, ist der Evangelischen Jugend bewusst – aber wie beim aktuellen Bus, der in der Finanzkrise angeschafft wurde, sei es nun einfach nötig. Umso mehr erfreut es sie, dass es schon erste Zusagen gegeben hat.

Bis Ende April sollen die Rückmeldungen laufen, dann können den Unterstützern konkrete Angebote gemacht werden. Je nachdem, wie viele Interessenten mitmachen, kostet ein Aufkleber für eine Laufzeit von vier bis fünf Jahren rund 350 bis 400 Euro. Im Sommer oder Herbst soll der neue Bus dann startklar sein.

Weitere Informationen über die Aktion und wie sich mitmachen lässt finden sich online auf ev-jugend-upland.de. (wf)

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