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Neues Baugebiet in Frankenberg: Auch Tiny-Häuser möglich

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Von: Jörg Paulus

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Tiny-Häuser wie dieses werden als Wohnform immer beliebter. Die Stadt Frankenberg hat im neuen Wohngebiet an der Marburger Straße auch drei Grundstücke für solche Mini-Häuser vorgesehen. archi
Tiny-Häuser wie dieses werden als Wohnform immer beliebter. Die Stadt Frankenberg hat im neuen Wohngebiet an der Marburger Straße auch drei Grundstücke für solche Mini-Häuser vorgesehen. archi © Klement

Am Stadtrand von Frankenberg entsteht ein neues Baugebiet. Dort wird es erstmals auch Bauplätze für Tiny-Häuser geben.

Frankenberg – An der Marburger Straße in Frankenberg haben die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt des neuen Wohngebiets begonnen. Insgesamt wird dort Platz für rund 150 Häuser sein, allein 100 in dem nun zweiten Bauabschnitt. Dort sollen auch Tiny-Häuser möglich sein, also mobile Mini-Häuser.

Im ersten Bauabschnitt war die Marburger Straße umgebaut und parallel dazu die neue Brüder-Grimm-Allee gebaut worden, die am neuen Familienzentrum beginnt. Die beiden Straßen wurden Anfang September freigegeben. „Wir freuen uns, dass wir jetzt weiterbauen können, damit hier im nächsten Jahr die ersten Häuser stehen“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß bei einem Pressetermin.

Im zweiten Bauabschnitt entstehen weitere Straßen für das künftige Wohngebiet; wie die Brüder-Grimm-Allee tragen sie Märchen-Namen: Sterntalerring, Rotkäppchenweg, Schneewittchenweg und Hans-im-Glück-Weg. Sie werden nun im Vorstufenausbau hergestellt, die Gehwege bleiben zunächst geschottert.

Später sollen dort auch Bäume entlang der Straßen gepflanzt und eine Parkanlage in dem Baugebiet angelegt werden. „Das gehört heute zu einer modernen Stadtentwicklung dazu“, sagte Bürgermeister Heß. Die Straßenlaternen werden mit LED-Technik ausgestattet.

Das Abwasserwerk und die Energie-Gesellschaft Frankenberg verlegen mehrere Hundert Meter Leitungen für Abwasser und Wasser, für Strom, Telefon und Gas. Und es wird ein Regenrückhaltebecken eingebaut; dadurch wird das Regenwasser von den bebauten Flächen verzögert abgeleitet, erklärte Hermann Greis vom Abwasserwerk.

Das neue Baugebiet an der Marburger Straße in Frankenberg.
Das neue Baugebiet an der Marburger Straße in Frankenberg. © Foto: Sebastian Prause/Stadt Frankenberg

Wie das Luftbild oben zeigt, gibt es drei Bereiche in dem neuen Wohngebiet. Auf den insgesamt 150 Bauplätzen sind alle Arten von Wohnhäusern möglich – Ein- und Mehrfamilienhäuser und Doppelhaushälften. Im Bereich ganz links im Bild, der nun erschlossen wird, sollen überwiegend Einfamilienhäuser stehen. Und dort sind auch drei Grundstücke eingeplant, auf denen jeweils bis zu drei Tiny-Häuser möglich sind – „falls die Nachfrage da ist“, wie Bauamtsleiter Karsten Dittmar ergänzte. Die kleinen Häuschen sind vergleichbar mit Mobile-Homes, wie man sie von Campingplätzen kennt.

Ob das Interesse an Bauplätzen in Frankenberg aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen gesunken ist, könne die Stadt noch nicht einschätzen, sagte Dittmar. Es stünden derzeit mehr als 300 Interessenten auf der Liste, sie werden nun nach und nach angeschrieben – in der Reihenfolge, wie sie sich beworben haben. „Wir gehen jetzt in die Vermarktung“, sagte Dittmar. Weitere Interessenten können sich bei der Stadt melden: Jost Fingerhut, 06451/505122, fingerhut.jost@frankenberg.de

Die Stadtverordnetenversammlung hat den Verkaufspreis je Quadratmeter auf 110 Euro festgelegt. Noch stehen die Kosten für die Erschließung aber nicht exakt fest. Bedingung für den Verkauf der Bauplätze ist, dass sie von den Käufern innerhalb von drei Jahren nach Vertragsabschluss bebaut werden.

An der Marburger Straße am Stadtrand von Frankenberg geht es mit dem zweiten Bauabschnitt zur Erschließung des neuen Baugebiets weiter. Bei einem Pressetermin erläuterten Vertreter der Stadt sowie des Planungsbüros und der Baufirmen einige Details.
An der Marburger Straße am Stadtrand von Frankenberg geht es mit dem zweiten Bauabschnitt zur Erschließung des neuen Baugebiets weiter. Bei einem Pressetermin erläuterten Vertreter der Stadt sowie des Planungsbüros und der Baufirmen einige Details. © Jörg Paulus

In der Bauwirtschaft laufe es aktuell „noch gut“, sagte Bauunternehmer Ulrich Mütze, dessen Firma für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts eine Arbeitsgemeinschaft mit den Baufirmen Rohde und Wachenfeld aus Korbach bildet. „Durch die Arbeitsgemeinschaft kann der Auftrag in der Region bleiben“, sagte Mütze und dankte der Stadt Frankenberg, dass sie ein solches Projekt in der heutigen Zeit umsetze.

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