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Neues Buch: Blick auf Goddelsheimer Martinskirche

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Von: Marianne Dämmer

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Neues Werk: (von links) Jürgen Dunkelmann hat eine Broschüre über die Martinskirche in Goddelsheim verfasst, er und Reinhard Weber, Vorsitzender des Kulturvereins, präsentieren es vor Kirche und Museumslandschaft in Goddelsheim.
Neues Werk: (von links) Jürgen Dunkelmann hat eine Broschüre über die Martinskirche in Goddelsheim verfasst, er und Reinhard Weber, Vorsitzender des Kulturvereins, präsentieren es vor Kirche und Museumslandschaft in Goddelsheim. © Marianne Dämmer

Pünktlich zum Kartoffelbraten am 18. September in Goddelsheim ist sie fertig geworden: Vereinshistoriker Jürgen Dunkelmann hat eine Broschüre über die „Martinskirche von Goddelsheim“ verfasst.

Lichtenfels-Goddelsheim – , Herausgeber ist der Verein zur Erhaltung alten Kulturgutes. Auf 42 Seiten bietet das Buch im DIN A4-Format Einblick in die Geschichte des Gotteshauses, konkrete Blicke wirft Jürgen Dunkelmann dabei auf die Kirchturmuhr, die Orgel und Glocken sowie alte Grabplatten und die Namensgebung sowie das alte Pfarrhaus, stellt die langjährige Küsterfamilie vor und geht auf die jüngsten Renovierungsarbeiten ein.

„Ich bin schon immer an Kirchengeschichte interessiert. Im Waldecker Land haben wir das Glück, dass der romanische Kern in vielen Kirchen noch erhalten geblieben ist – das gilt auch für die Martinskirche“, sagt Dunkelmann. Dabei sei er die Arbeit nicht fachhistorisch angegangen, „sie wird ja für die Allgemeinheit veröffentlicht“.

Geschichte Goddelsheims eng verwoben mit der Geschichte der Kirche

Die Geschichte der Kirche ist freilich eng verwoben mit der Geschichte Goddelsheims – und das arbeitet der Vereinshistoriker auf interessante Weise und gut lesbar heraus; zudem ist eine große Schrift gewählt worden, damit auch ältere keine Probleme beim Lesen haben sollten.

Die St.-Martin-Kirche brannte 1773 nach einem Blitzeinschlag aus. „Sie wurde wiederaufgebaut, allerdings in verkleinerter Form“, schreibt Jürgen Dunkelmann. Wie sie vor dem Brand ausgesehen habe, sei nicht klar. Sicher sei allerdings, dass sie um 1200 als dreischiffige Basilika erbaut worden war. Auch jener Bau habe schon einen Vorgänger gehabt, möglicherweise habe der bereits bestanden vor dem Jahr 888, als Goddelsheim nach derzeitigem Wissensstand zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt wurde. Tatsächlich geht Dunkelmann noch viel weiter zurück in die Geschichte Goddelheims – bis in die Zeit um Christi Geburt und ins zweite Jahrhundert nach Christi. Aus dieser Zeit nämlich stammt ein Gräberfeld, das bei Ausgrabungen entdeckt wurde.

Kartoffelbraten am 18. September

Nach drei Jahren Pause können wir endlich wieder das Kartoffelbraten ausrichten“, freut sich Reinhard Weber, Vorsitzender des Goddelsheimer Kulturvereins, wie der Verein zur Erhaltung alten Kulturgutes kurz genannt wird. Vorgenommen haben sich die Mitglieder ein großes Programm: Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem Erntedank-Gottesdienst in der St.-Martin-Kirche, anschließend hält Jürgen Dunkelmann den Festvortrag zur Veröffentlichung seiner Schrift „Die Martinskirche von Goddelsheim“.

Es werden Kirchturm- und Kirchenführungen geboten sowie viele musikalische Darbietungen durch den Männergesangverein Goddelsheim, die Niklas Behle Band und das Grimm-Trio mit Torben Schott. Für Kinder gibt es unter anderem Geschichten auf dem Museumsdachboden, Schminken, Apfelsaft pressen und Spardosen herstellen. Zusätzlich zu den Ausstellungen rund um historische Bilder, Gerätschaften und Küchenutensilien gibt es auch neue Ausstellungen zur Kirchensanierung und alten Goddelsheimer Flurkarten. Und die Kulinarik kommt nicht zu kurz: Brot aus dem Museumsbackofen, Sahneheringe und Pellkartoffeln, Steaks, Pilzschalen, hausgemachte Kuchen und Torten werden geboten. (md)

„Wir sind Jürgen Dunkelmann sehr dankbar, seine Arbeit ist für uns unermesslich viel Wert“, sagt Vereinsvorsitzender Reinhard Weber. Es ist bereits die dritte Schrift, die der inzwischen 85-jährige gebürtige Hamburger, der seit 45 Jahren in Immighausen lebt, für den Kulturverein verfasst hat – „Die Mühlen von Goddelsheim“ erschien 2017, „Kupfer, Knappen und Konflikte – Vom Kupferbergbau in Goddelsheim“ 2012.

Das Buch ist zum Preis von zwölf Euro beim Kartoffelbraten am 18. September oder beim Vereinsvorsitzenden Reinhard Weber erhältlich. (Von Marianne Dämmer)

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