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Neues Jahr lautstark begrüßt: St. Barbara feuert Hakenbüchsen vom Tylenturm ab

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Vorbereitungen am Gildehaus: Die Tradition der Formation St. Barbara der Schützengilde Korbach, das neue Jahr mit Böllerschüssen zu begrüßen, ist auch in diesem Jahr weitergeführt worden.
Vorbereitungen am Gildehaus: Die Tradition der Formation St. Barbara der Schützengilde Korbach, das neue Jahr mit Böllerschüssen zu begrüßen, ist auch in diesem Jahr weitergeführt worden. © Hans Peter Osterhold

Mit zwölf Schüssen ins neue Jahr: Die Formation St. Barbara der Schützengilde Korbach hat in der Silvesternacht das Jahr 2023 lautstark begrüßt – auch diesmal wieder vom Tylenturm.

Korbach – Seit den 1960er Jahren gibt es die Tradition, ursprünglich vom Turm der Kilianskirche. Zum Jahresende 2020 und 2021 war das Böllern aber nur vom Tylenturm möglich, denn dort war mehr Platz für seinerzeit coronabedingte Abstände. Doch die Korbacher Schützengilde hat inzwischen Gefallen gefunden am Böllern vom Tylenturm. Man habe einen guten Weitblick in alle Richtungen und sei trotzdem nicht so riesig weit entfernt von den Menschen am Boden wie auf dem Turm der Kilianskirche, sagen die Beteiligten.

Ein weiterer Vorteil des Tylenturms gegenüber dem Kirchturm: Es geht nicht über jeweils 264 Stufen hinauf und hinab, im Dunkeln nicht ganz ungefährlich, sondern der Aufstieg ist erheblich kürzer und die Schützen haben oben auf der Plattform auch mehr Platz.

So gab es pünktlich um Mitternacht zur Begrüßung des neuen Jahres jeweils drei Schüsse aus den Hakenbüchsen in jede Himmelsrichtung. Am Nachmittag vorher trafen sich einige Schützenbrüder bereits im Gildehaus, um die Büchsen zu stopfen. Schwarzpulver wird von vorne eingefüllt, mit einem Holzklotz und Hammer vorsichtig verdichtet, dazu Papier, Weizengries oder Reiskörner. Gezündet wird mit elektrischen Zündern, das geht zügig und sauber über die Bühne.

Aufpassen müssen die Schützen aber trotzdem: Der Haken der Hakenbüchse muss ordentlich am Geländer des Turms festgehakt sein, und die Büchse muss gut festgehalten werden, denn die historischen Waffen entwickeln einen heftigen Rückschlag. Gleichzeitig sind die Böllerschüsse vom Tylenturm auch ein Gruß an das neue Jahr, das diesmal mit dem Freischießen in der Hansestadt ein ganz besonderes für die Schützengilde ist. (Hans Peter Osterhold)

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