Übergangslösung geplant

Neues Nest für Rhenaer „Küken“: Kindergarten soll 2022 in Neubau ziehen

Die Mädchen und Jungen vom Kindergarten Rhenaer Kükennest. Die Einrichtung muss im August aus dem jetzigen Gebäude ausziehen. Ein Neubau ist geplant, der im Frühjahr 2022 eröffnet werden soll.
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Die Mädchen und Jungen vom Kindergarten Rhenaer Kükennest. Die Einrichtung muss im August aus dem jetzigen Gebäude ausziehen. Ein Neubau ist geplant, der im Frühjahr 2022 eröffnet werden soll.

Für den Kindergarten „Rhenaer Kükennest“ zeichnet sich eine Lösung ab. Die Einrichtung muss im Sommer aus ihren bisherigen Räumen ausziehen. Ein Privatmann hat sich nun kurzfristig bereit erklärt, einen Neubau zu errichten, den die Stadt anmieten will. Das teilt der Elternverein des Kindergartens mit.

Korbach – Bürgermeister Klaus Friedrich bestätigte gegenüber unserer Zeitung die Pläne, die in dieser Woche überraschend auf den Tisch kamen. Noch seien die Verträge nicht unterzeichnet. Ziel der Stadt sei aber, ein „wohnortbezogenes und vielfältiges Kindergarten-Angebot“ und die Infrastruktur in den Ortsteilen zu erhalten.

Der Kindergarten befindet sich derzeit in einem umgestalteten Einfamilienhaus am Ortsrand von Rhena. Der Mietvertrag läuft allerdings zum zum 30. Juni 2021 aus, die Einrichtung muss ausziehen. Bereits im Dezember hatten die Stadtverordneten 100 000 Euro für Umbauarbeiten im Haushalt für 2021 bereitgestellt. Auf der Suche nach einem neuen Gebäude sei auch ein Objekt am Kleppesberg besichtigt worden, teilt der Elternverein mit. Das habe sich aus Sicht der Stadt aber als nicht geeignet herausgestellt.

Durch die Initiative eines Privatmanns hat sich nun eine neue Variante ergeben: Geplant ist ein Gebäude ebenfalls am Kleppesberg, das später als Wohnhaus genutzt werden soll, die nächsten Jahre aber dem Kindergarten zur Verfügung steht. Die Stadt wird die Räume anmieten. Geplant werden soll das Haus in enger Abstimmung mit der Stadt, damit die baulichen Anforderungen an einen Kindergarten erfüllt werden. „Das ist der große Vorteil eines Neubaus“, erläuterte Friedrich.

Der Neubau wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 beziehbar sein. In der Übergangszeit ab August 2021 soll der Kindergarten in der Goddelsberghalle untergebracht werden, die in Absprache mit dem Ortsbeirat provisorisch hergerichtet wird. Derzeit kann die Halle für Feiern und Veranstaltungen aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht genutzt werden. Sollten später wieder Veranstaltungen möglich sein, müssten diese wahrscheinlich auf andere Hallen ausweichen.

Gleichzeitig ist laut Elternverein ein neues pädagogisches Konzept geplant, das in Richtung Naturkindergarten gegen soll. Das neue Haus liegt in der Nähe des Waldes, das will die Einrichtung entsprechen nutzen. Wunsch des Elternvereins sei außerdem, die Betreuungszeit um eine Stunde bis 14.30 auszuweiten, um Eltern, die in Schicht arbeiten, entgegenzukommen.

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