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Beats und Melancholie - Nilüfer Yanja: Painless

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Von: Achim Rosdorff

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Nilüfer Yanya: Painless
Nilüfer Yanya: Painless © Pias/Ato (Rough Trade)

Mit einem atmosphärisch dichten Soundtrack betört Nilüfer Yanja auf ihrem zweiten Album „Painless“ – ein Mix aus Pop und Indie-Rock mit persönlichen Texten. 

Ihre Kleider sind bunt, und ihr Blick ist traurig – die Videos zu den neuen Songs entführen oft in ferne Länder, ihre Musik sind Fantasiereisen. Einsteigen, Augen schließen und ab geht’s zum flimmernden Trip durch intensive Gefühlswelten. Die Einsamkeit nach gescheiterten Beziehungen ist der rote Faden. Die Tochter einer aus Irland und den Bahamas stammenden Designerin und eines aus der Türkei nach London eingewanderten Künstlers erzählt vor allem persönliche Verletzungen.

Zu den hitzigen Drum-Loops des Openers „The Dealer“ setzen die Gitarrenakkorde und Bassläufe ein schönen Kontrast zu Nilüfers zurückhaltenden, fast apathischen Gesang.

Instabile Auflösungen, düstere Synthies, gesprochene Wortfetzen – auch „L_R“ spielt mit Unberechenbarkeit. Hier stramm vorwärts drängende Grooves wie bei der Postpunk-Nummer „Stabilise“, dort das schleppend eindringliche „Midnight Sun“ oder das verletzlich poppige „Try“ – die stilistische Offenheit erzeugt Spannung. Das sinnliche „Shameless“ setzt eingängige Akzente. Und das plätschernde, doch melancholisch eindringliche „Another Life“ zum Albumfinale treibt es auf die Spitze – bei der hypnotisch verwobenen Traumreise.    

Info

www.niluferyanya.com

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