Nabu baut Nistplätze auf hohe Masten

Sie sind stolz auf das Starenhotel, das sie gebaut haben: Baulehrlinge des Lehrbauhofs Frankenberg mit ihrem Ausbildungsleiter Peter Wilhelm. Fotos: Arnold

Rennertehausen. Die Masten der ehemaligen Stromtrasse durch die Ederaue unterhalb von Rennertehausen werden jetzt vom Naturschutzbund (Nabu) für die heimische Vogelwelt genutzt.

Zehn der einst 21 Masten blieben stehen. Sie sind vom Energieversorger EAM in den Besitz der Nabu-Stiftung Hessisches Naturerbe übergegangen und dienen somit weiter als Ruhe- und Sammelplätze für Singvögel und Ansitzwarten für Greifvögel.

Das Angebot für die Vogelwelt wurde jetzt noch erweitert, indem auf einem Mast ein „Staren-Hotel“, auf zwei weiteren Masten Storchenhorste und an vier Masten Nistkästen für Turmfalken angebracht wurden.

Storchenhorst montiert: Mit dabei: der Nabu-Betreuer der Ederaue Günther Faust (links) und Erich Clemens vom Wasser- und Bodenverband Rennertehausen.

Günther Faust (Frankenberg), Nabu-Gebietsbetreuer der Ederaue Rennertehausen, erklärt dazu: „Die EAM hat von Anfang an für unser Ansinnen großes Verständnis gezeigt und uns bei der Planung unterstützt und auch die Umsetzung in der Ederaue übernommen.“ Mit der Nabu-Stiftung Hessisches Naturerbe und der Ortsgruppe Battenberg sei zuvor ein Plan für die Umfunktionierung der Strommasten mit Nistkästen und Storchenhorsten erstellt worden. Mit im Boot war auch der Wasser- und Bodenverband Rennertehausen. Auch die Wünsche einiger Landwirte seien erfüllt worden und Masten von der Wiese an den Rand des Wässerungsgraben umgesetzt werden. Ein Storchenhorst wurde auf dem Metallmast am Mühlgraben bei Krümmelbeins Garten und ein weiteres vor der Vogelbeobachtungsstation in der Ederaue aufgesetzt.

Auch das „Starenhotel“ steht dort in unmittelbarer Nähe auf einem Mast. Es wurde in rund 80 Stunden von den Bau-Auszubildenden vom Lehrbauhof der Kreishandwerkerschaft unter Anleitung ihres Ausbildungsleiters Peter Wilhelm angefertigt. Wilhelm war nun mit einigen seiner Azubi in die Ederaue gekommen, um dort das achteckige Vogelhotel mit 24 Nistplätzen für Stare und acht zusätzlichen Fledermausplätzen auf einem Mast zu montieren.

„Diese Arbeit hat richtig Spaß gemacht und was wir gebaut haben, wird hier immer zu sehen sein“, sagten stolz Laura Jesinghaus und Simona Ossimo, zwei der Azubis. Jetzt kann es in zehn Meter Höhe betrachtet werden. (wi)

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