Obduktion: Mann in Buchenau wurde mit Schwert getötet

Dautphetal-Buchenau. Der Tote, der am Donnerstag in seiner Wohnung in Buchenau (Marburg-Biedenkopf) gefunden worden ist, ist offenbar mit einem Schwert getötet worden.

Das hat die Staatsanwaltschaft am Freitag nach der Obduktion des 58-Jährigen mitgeteilt.

Am Morgen des Donnerstags war die Polizei in den Dautphetaler Ortsteil gerufen worden - es war dem Vernehmen nach nicht der erste Einsatz an der Adresse in dem von acht Parteien bewohnten Block. Was die Beamten diesmal vorfinden, sprengte jedoch alles bisher Erlebte: In seinem Bett war ein 58-jähriger Mann verblutet. Verletzt durch eine Vielzahl von Schnitt- und Stichverletzungen, vornehmlich im Bereich des Brustkorbs. „Wir gehen davon aus, dass der Mann auch dort getötet worden ist, wo er aufgefunden wurde“, sagte die Marburger Oberstaatsanwältin Ute Sehlbach-Schellenberg.

In unmittelbarer Nähe des Tatortes fand die Polizei ein Schwert. Man geht davon aus, dass dies die Tatwaffe ist. Allerdings sei nicht ausgeschlossen, dass es weitere gegeben habe, so Sehlbach-Schellenberg. Schon am Freitagmorgen nahm die Polizei „eine weibliche Person aus dem näheren familiären Umfeld“ fest. Es handelt sich um die Tochter des Getöteten, die mit dem pflegebedürftigen 58-Jährigen und ihrem zehnjährigen Sohn in der Wohnung lebte. „Ich habe ihn nicht getötet“, soll sie versichert haben.

Angesichts der psychischen Verfassung der Frau hat die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht ihre einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik beantragt,

Nach Informationen des Hinterländer Anzeigers war die Polizei bereits am Dienstag (13. Januar) nach Buchenau gerufen worden, weil die 38-Jährige betrunken in der Sparkasse randalierte. Ihr zehnjähriger Sohn war tags darauf durch das Jugendamt abgeholt und in Obhut genommen worden. Das bestätigt Kreispressesprecher Markus Morr auf Nachfrage der Zeitung.

Hiervon hatten auch Nachbarn aus dem Wohnblock berichtet. „Der Junge konnte einem leid tun,“ sagte ein Anwohner, „man sah ihn oft allein auf der Straße. Er musste häufig für die Familie die Besorgungen machen.“ Und eine Mieterin des Wohnblocks, noch geschockt von dem grausigen Vorfall in ihrer unmittelbaren Nähe, sagt: „Jeder weiß das hier im Haus. Die Frau kümmerte sich nicht um das Kind. Das hat wohl auch ihr Vater kritisiert. Da wurde es oft laut.“ (dör)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.