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Zu enge Schubladen - „Oskars Kleid“ zeigt innere Zerrissenheit von Transgender-Kindern

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Von: Achim Rosdorff

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Mit seinem neuen Kleid beginnt für Ben und seine Familie ein Abenteuer.
Mit seinem neuen Kleid beginnt für Ben und seine Familie ein Abenteuer. © Warner Bros.

Die Vater-Sohn-Geschichte „Oskars Kleid“ beschäftigt sich auf nachdenkliche und unterhaltsame Weise mit dem Thema Transgender-Kinder.

Seit Ben von seiner Ex-Frau Mira und den gemeinsamen Kindern Oskar und Erna getrennt lebt, ist sein Leben aus den Fugen geraten. Allein in seiner Doppelhaushälfte schleppt er sich durch schlaflose Nächte und beginnt den Tag mit Müsli und Bier. Doch unerwartet erhält Ben eine zweite Chance zu beweisen, dass er ein perfekter Vater sein kann. Als die hochschwangere Mira vorzeitig ins Krankenhaus muss, ziehen seine Kids vorübergehend bei ihm ein. Es läuft allerdings nicht ganz nach Plan. Das merkt Ben spätestens, als er die Koffer aufmacht. Denn da ist es: Oskars Kleid. Und mit diesem unschuldigen Kleid beginnt für Ben und seine völlig normal verkorkste Familie ein Abenteuer, an dessen Ende alles anders – und keiner mehr derselbe – ist.

Familie ist ein Ort, an dem es egal ist, wer man ist und wie man ist. Ob Junge oder Mädchen, alt oder jung, introvertiert oder exzentrisch. Doch ist das wirklich so? Und wie verhalten sich die nächsten Verwandten, wenn diese Schubladen zu eng werden? Nicht immer passen Kinder und Enkel in die bekannten Normen, und damit muss man klarkommen. Diesen Fragen gehen Drehbuchautor Florian David Fitz und Regisseur Hüseyin Tabak in der bewegenden Tragikomödie „Oskars Kleid“ auf den Grund.

Die innere Zerrissenheit, wenn Körper und gefühltes Geschlecht nicht übereinstimmen, erschwert es Kindern, ihren Platz im Leben zu finden. „Oskars Kleid“ erzählt mit Mut zur Ehrlichkeit und humorvollen Zwischentönen die Geschichte eines überforderten Vaters, der mit der grundlegenden Identitätssuche seines Kindes an die eigenen Grenzen der Akzeptanz gerät. Die Hauptrollen sind mit Florian David Fitz als Ben sowie Laurì als Oskar besetzt. Daneben sind Ava Petsch, Marie Burchard und Kida Khodr Ramadan teil des Casts.            Warner Bros.

Kinostart

22. Dezember 2022

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