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Ostern in Waldeck-Frankenberg mit gelockerten Corona-Regeln

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Von: Jörg Paulus

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Kirche
Symbolfoto © Christoph Schmidt/dpa

Nach zwei Jahren mit weitreichenden Corona-Regeln kann das Osterfest in diesem Jahr weitgehend ohne Einschränkungen gefeiert werden. Das betrifft sowohl die Gottesdienste in den Kirchen als auch die privaten Feiern mit Familie und Freunden.

Waldeck-Frankenberg – Am 2. April hatte das Land Hessen fast alle Corona-Regeln aufgehoben, es gilt seitdem nur noch ein Basisschutz. „Wir atmen auf, weil wir uns wieder ungezwungener treffen können“, sagt die Frankenberger Dekanin Petra Hegmann über das Osterfest in diesem Jahr. „Glauben leben heißt eben auch Gemeinschaft leben.“

Vor zwei Jahren war Ostern am 12. und 13. April, also etwa vier Wochen nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns. Damals war es nicht erlaubt, sich in größeren Gruppen zu treffen, weder öffentlich zu Gottesdiensten oder Osterfeuern noch privat zu Familienfeiern. „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“, hatte Kanzlerin Angela Merkel damals gesagt. An Ostern 2021 gab es neben Online-Angeboten auch wieder einige Präsenz-Gottesdienste, es kamen aber deutlich weniger Besucher als sonst, erinnert Dekanin Hegmann.

In diesem Jahr gibt es nun immer noch Vorsichtsmaßnahmen in den meisten Kirchen wie Abstand oder Maskenpflicht. „Aber alles läuft entspannter“, sagt Hegmann. „Wir haben es gelernt, mit Corona umzugehen. Ich beobachte eine neue Wertschätzung des zwanglosen Beisammenseins und des gemeinsamen Feierns, auch bei mir selbst. Und ich freue mich jetzt schon auf Chöre und Musikgruppen in den Ostergottesdiensten.“

„Es gibt in diesem Jahr auch wieder einige Angebote unter freiem Himmel, weil das in den vergangenen Jahren gut angenommen wurde“, sagt die Korbacher Dekanin Eva Brinke-Kriebel.

Vom Ukraine-Krieg überschattet

„Bei alledem schwingt der Gedanke an den brutalen Krieg in der Ukraine mit, der uns jeden Tag aufs Neue schreckliche Bilder liefert“, sagt Brinke-Kriebel. „Aber es ist gerade die Osterbotschaft, die uns durch unseren Glauben auch in schwierigen Zeiten Hoffnung schöpfen lässt, durch die wir am Ende des Tunnels auch wieder ein Licht sehen können. Das ist Auferstehung: wenn wir denken, dass wir am Ende sind, das Schwere nicht mehr aushalten können und es doch weitergeht, sich eine neue Perspektive auftut.“

Land appelliert an die Eigenverantwortung

Da die meisten Corona-Regeln in Hessen seit 2. April nicht mehr gelten, appelliert das Land an die Eigenverantwortung der Bürger und empfiehlt unter anderem: „Verhalten Sie sich so, dass Sie sich und andere keinen unangemessenen Infektionsgefahren aussetzen. Berücksichtigen Sie eigenverantwortlich und situationsangepasst die allgemeinen Empfehlungen zur Hygiene und zum Tragen einer medizinischen Maske, insbesondere in Innenräumen und in Gedrängesituationen.“

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