Baubeginn im Frühjahr

Parlament stimmt zu: 15:11 für 1,1 Millionen Euro teuren Wasserpark

+
Künftiger Wasserpark: An dieser Stelle zwischen Uferstraße und Illerplatz soll der neue Wasserpark entstehen. Das Frankenberger Parlament machte den Weg frei. Schon im Frühjahr soll Baubeginn sein.

Frankenberg. Das Frankenberger Parlament hat den Weg frei gemacht: Der 1,1 Millionen Euro teure Wasserpark zwischen Iller-und-Mones-Platz und Eder soll 2015 gebaut werden - vorausgesetzt, die Stadt bekommt dafür Fördergeld von EU, Bund und Land.

Der Eigenanteil der Stadt läge dank Fördergeld bei rund 200.000 Euro. Kritik gab es an den Folgekosten von jährlich 30.000 Euro.

Die beiden Fraktionen von CDU und Grünen stimmten für die Planungen, allerdings unter der Voraussetzung, dass für das Projekt die Fördergelder von Europäischer Union, Bund und Land auch tatsächlich fließen werden. Schon im Haupt- und Finanzausschuss und auch im Bauausschuss, die bereits Anfang der Woche getagt hatten, war dem Projekt jeweils einstimmig der Segen gegeben worden. Die Bürgerliste Frankenberg, die SPD und auch die Liberale Fraktion stimmten gegen das Projekt - sie hatten vor allem noch weiteren Beratungsbedarf gesehen.

Lesen Sie auch:

- Kommentar zum geplanten Wasserpark: Teure Notlösung

- Frankenberg plant Wasserpark zur Eder für 1,1 Millionen Euro

„Es fehlt eine Gesamtkonzeption zur Öffnung zur Eder“, begründete Henning Scheele (Bürgerliste Frankenberg) seinen Änderungsantrag. Außerdem monierte Scheele die Gesamtkosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro: „Mit 200.000 Euro muss die Stadt noch eine stattliche Summe beisteuern.“ Und auch die 30.000 Euro Folgekosten pro Jahr dürften nicht vergessen werden, merkte Scheele an.

Dass die Öffnung zur Eder die städtischen Gremien schon lange beschäftigt, sagte Dr. Hendrik Sommer (SPD). „Grundsätzlich sind wir dafür, weil die Eder schon immer ein wesentlicher Identifikationsfaktor der Stadt ist.“ Aber auch Sommer warf den Blick auf die weiteren Kosten: „Keiner hat damit gerechnet, dass das Projekt solche immensen Folgekosten nach sich zieht.“ Und: „Ich bin nicht bereit, beispielsweise bei den freiwilligen Leistungen Einschnitte im Haushalt vornehmen zu müssen, wenn wir hier wissen, dass uns dieses Projekt jedes Jahr 30.000 Euro kostet.“ Das könne er dem Bürger nicht mehr vermitteln, kritisierte der SPD-Fraktionssprecher. Auch er forderte daher einen „Alternativplan“.

Der Frankenberger CDU-Vorsitzende Thomas Müller machte deutlich, dass mit dem Beschluss erst einmal nur die Fördergelder beantragt werden sollen: „Nicht mehr und nicht weniger.“ „Das Projekt wird zur Attraktivierung der Fußgängerzone beitragen“, zeigte sich Helmut Naumann als Sprecher der Grünen überzeugt. (mjx)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.