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Wasserpegel steigt an Edersee und Weser

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Von: Cornelia Höhne

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Februar-Sonne taucht den Edersee in goldenes Licht: Die alte Dorfstelle von Berich mit ihren Grundmauern ist nach ergiebigen Niederschlägen im Einzugsbereich der Talsperre wieder überflutet.
Februar-Sonne taucht den Edersee in goldenes Licht: Die alte Dorfstelle von Berich mit ihren Grundmauern ist nach ergiebigen Niederschlägen im Einzugsbereich der Talsperre wieder überflutet. © Cornelia Höhne

Der Edersee in Waldeck-Frankenberg ist im Februar 2022 gut gefüllt. Das war kurz nach dem Jahreswechsel vor einem Jahr an der nordhessischen Talsperre noch ganz anders.

Edersee – Vor einem Jahr richteten sich sorgenvolle Blicke auf den Edersee, der Anfang 2021 so wenig Wasser wie selten zu dieser Jahreszeit führte. In diesem Winter ist die Lage entspannt: Das „blaue Auge“ Waldeck-Frankenbergs präsentiert sich gut gefüllt. Ergiebige Niederschläge im Einzugsgebiet der Talsperre haben in den vergangenen Wochen den Wasserpegel stetig ansteigen lassen.

30 Millionen Kubikmeter mehr Wasser als im langjährigen Durchschnitt

Der See hat aktuell einen Füllstand von rund 84 Prozent. Wasserpegel: Knapp 3 Meter unter Vollstau. Es sind rund 30 Millionen Kubikmeter mehr Wasser als im langjährigen Durchschnitt im Edersee. Mehr geht nicht, denn es muss Freiraum für den Hochwasserschutz vorgehalten werden.

Das für die Bewirtschaftung zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser meldet aktuell leicht zunehmenden Pegelstand. Die ganze Woche wird Niederschlag erwartet, der teils ergiebig ausfallen kann.

Wasserabgabe wird erhöht, um Hochwasserschutzraum herzustellen

Um den Hochwasserschutzraum im Stausee wieder herzustellen wird die Wasserabgabe aktuell für einige Tage auf 90 Kubikmeter pro Sekunde erhöht. Regen und Schnee lassen auch die Flüsse anschwellen. An der Weser herrschen laut WSA gute Bedingungen, und in den nächsten Tagen wird mit weiter ansteigendem Pegelstand gerechnet.

Für den 8. Februar ist ein Sondertransport bis Beverungen geplant, Eine Stützung dieser Bergfahrt mit Zuschuss aus dem Edersee ist dann nach Angaben des Amtes in Hann. Münden nicht erforderlich.

Ausnahmesituation im Winter 2021 an Edersee und Weser

Voriges Jahr brachte der relativ trockene Winter die Schifffahrt auf der Oberweser in eine Ausnahmesituation. Wegen Niedrigwassers musste der Fluss bereits im Januar mit Wasser aus dem Edersee gestützt werden. Das war für diese Jahreszeit ungewöhnlich.
Damals war auch der Edersee mit rund 70 Millionen Kubikmetern Inhalt vergleichsweise leer. Zurzeit sind 170 Millionen Kubikmeter Wasser in der Talsperre. Stauziel ist wie jedes Jahr die Vollfüllung am 1. Mai. Insgesamt gehören über 757 Flusskilometer sowie insgesamt 13,15 Quadratkilometer Seefläche der beiden einzigen bundeseigenen Talsperren – Edertalsperre und Diemeltalsperre – zum Bewirtschaftungsbereich des Amts in Hann. Münden. (Cornelia Höhne)

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