Studierende für Beruf gewinnen

Für mehr Landärzte: Uni Marburg startet Modellprojekt

Die Medizinstudentin Lisa Thorfah macht beim Stadtallendorfer Hausarzt Stefan Weiershausen Praktikum. Foto: Coordes

Waldeck-Frankenberg. Allein in Hessen werden in zehn Jahren mindestens 1500 Hausärzte fehlen, vor allem im Norden und in der Mitte des Landes. Die Uni-Klinik Marburg hat deshalb ein bundesweit einmaliges Modellprojekt gestartet.

Sie will damit Studierende früh für den Beruf gewinnen. Schon ab dem ersten Semester bereitet sich jeweils ein Dutzend angehende Mediziner mit Seminaren und Praxisbesuchen auf eine mögliche Zukunft als Landarzt vor.

Das Besondere: Die Studierenden haben von Anfang an Kontakt zu Patienten und arbeiten regelmäßig bei einem erfahrenen Arzt in einer Praxis in ei-nem unterversorgten Gebiet in Nord- und Mittelhessen - etwa in Gemeinschaftspraxen in Korbach, Waldeck und Battenberg - mit.

Für das Modellprojekt kooperiert die Universität nämlich mit Landarztpraxen aus der ganzen Region. Neben Waldeck-Frankenberg sind die angehenden Mediziner im Kreis Marburg-Biedenkopf, im angrenzenden Erndtebrück, in der Wetterau und im Gießener Raum aktiv.

Dort erleben sie das soziale Umfeld der Patienten, üben Anamnesegespräche und werden auf Hausbesuche mitgenommen. Sie machen eine Famulatur (Praktikum) in einer Hausarztpraxis - möglichst im Ausland, um ein anderes Gesundheitssystem kennenzulernen. (zgc)

Warum das Projekt schon im ersten Semester startet, wie es konkret abläuft und welcher Mangel an Hausärzten für Waldeck-Frankenberg vorausgesagt wird, lesen Sie in den gedruckten Mittwochausgaben der HNA Frankenberger und Waldecker Allgemeine.

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