Barrierefreiheit und neuer Teich

Pläne für 1,65 Millionen Euro: Stadt Korbach gestaltet 2022 Schießhagen mit Freilichtbühne um

Freilichtbühne im Schießhagen in Korbach: Das Gelände soll 2022 neu und barrierefrei gestaltet werden.
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Freilichtbühne im Schießhagen in Korbach: Das Gelände soll 2022 neu und barrierefrei gestaltet werden.

Der erste Entwurf für Schießhagen und Freilichtbühne liegt vor: Für 1,65 Millionen Euro will die Stadt Korbach das Gelände im Jahr 2022 umgestalten. 67 Prozent davon werden aus dem Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ gefördert.

Korbach – Bauamtsleiter Stefan Bublak stellte das Projekt am Dienstag im Bauausschuss vor. Grundlage für den Entwurf ist das sogenannte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK). Darin eingeflossen sind Ideen, die 2018 in einer Lenkungsgruppe, bei einem Treffen mit Gruppen und Einrichtungen wie der Schützengilde und der Freilichtbühne sowie in einer Bürgerversammlung entstanden sind. Anders als im ISEK vorgesehen, soll es aber wieder einen Teich geben. Dafür hatten sich Anwohner mit einer Unterschriftensammlung stark gemacht.

Das alte Feuerlöschbecken wird zwar zurückgebaut, dafür wird eine neue Wasserfläche in Höhe des Durchgangs zur Violinenstraße angelegt. Der Entwurf sieht als Vorschlag einen 5 mal 18 Meter großen Seerosenteich vor. Kostenpunkt: rund 200.000 Euro.

Die Planer sollen aber weitere Varianten für eine Wasserfläche vorlegen, wie Bürgermeister Klaus Friedrich vorschlug. Lieselotte Hiller (SPD) hatte zuvor kritisiert, dass ein Seerosenteich anders als das bestehende Becken für Enten nicht geeignet sei.

Unterhalb des Teiches wird es eine große Wiesenfläche geben, die die Schützengilde für das Festzelt beim Freischießen nutzen kann, sowie einen Bolzplatz. Den Abschluss zum Enser Tor bildet ein kleiner Platz, für den etwa acht der bisherigen Parkplätze wegfallen. Geplant ist außerdem, die Stadtmauer zu beleuchten.

Der erste Entwurf: Der Schießhagen mit der Freilichtbühne soll 2022 umgestaltet werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Freilichtbühne: Diese soll weitgehend barrierefrei umgebaut werden. Anstelle der bisherigen Buden wird der Getränke- und Snackverkauf in einer neuen zentralen Versorgungsstation gebündelt. Der Kartenverkauf, der bislang draußen an einem Tisch erfolgte, erhält einen eigenen Bereich im jetzigen Sanitärgebäude, das umgebaut und behindertengerecht gestaltet wird.

Größere Veränderungen gibt es auch im Bereich für die Zuschauer: Alle Plätze können mit dem Rollstuhl erreicht werden – wenn auch zum Teil nur mit Hilfestellung. Die Zahl der Sitzplätze reduziert sich von knapp 700 auf 500. Ein Wermutstropfen: Die beiden großen Schirme für die Beschattung lassen sich nicht vollständig an die neue Anordnung der Sitzreihen anpassen. Ein Schirm kann laut Bublak unter anderem aus statischen Gründen nicht versetzt werden. Einige Plätze werden so nicht mehr vor der prallen Sonne geschützt. „Das ist ein echtes Problem“, sagte Sabine Lessing, Vorsitzende der Freilichtbühne, der im Ausschuss Rederecht erteilt worden war.

Der Zeitplan: Die Ausführungsplanung soll 2021 erfolgen, Baustart ist im September 2021. 2023 soll der gesamte Bereich wieder freigegeben werden, sodass die Freilichtbühne die Spielsaison starten und die Schützengilde Freischießen feiern kann. (Lutz Benseler)

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