Neubau in Kassel

Berufsbildungswerk in Bad Arolsen noch bis Ende 2023 in Betrieb

Der Standort Bad Arolsen des Berufsbildungswerks Nordhessen wird bis 2023 erhalten. Danach soll das BBW seine Angebote in Kassel konzentrieren, wo für 25 Millionen Euro momentan neu gebaut wird.
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Der Standort Bad Arolsen des Berufsbildungswerks Nordhessen wird bis 2023 erhalten. Danach soll das BBW seine Angebote in Kassel konzentrieren, wo für 25 Millionen Euro momentan neu gebaut wird.

Der Betrieb des Berufsbildungswerks Nordhessen wird am Standort Bad Arolsen mindestens bis Ende 2023 aufrechterhalten, bis dahin wird es nach den Worten des Kaufmännischen Vorstands des Bathildisheims Bad Arolsen, Jens Wehmeyer, keine Beeinträchtigungen im Bereich der Ausbildung geben.

Bad Arolsen/Kassel – Wenn das Baurecht für das Projekt am Standort des BBW Nordhessen in Kassel im kommenden Frühjahr erteilt werde, dann sehe die Planung allerdings eine Aufgabe der Immobilie in Bad Arolsen zum Jahresende 2023 vor, erklärte Wehmeyer.

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Der Vorstand des Bathildisheims kümmert sich nach den Worten Wehmeyers sich um eine Nachnutzung der Gebäude, die 1981 eingeweiht wurden. Die Nutzung übernähmen wahrscheinlich „Dritte“ und nicht mehr das Bathildisheim sein, erklärte der Kaufmännische Vorstand. Derzeit würden Räumlichkeiten von der Bundeswehr im Rahmen der Ausbildung genutzt. Der Mietvertrag laufe bis Ende 2022.

Der geplante Um- und Neubau des Berufsbildungswerks Nordhessen am Standort Kassel könnte schon im Frühjahr beginnen. Grundlage dafür ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, den das Architektur- und Stadtplanungsbüro Bankert, Linker und Hupfeld für das knapp 13 000 Quadratmeter große Areal zwischen der Wolfhager Straße, der Hoffemann-von-Fallersleben- und der Sickingenstraße im Auftrag des Bauherrn erstellt. Träger des Bildungswerks – und der Baumaßnahmen – ist der in Bad Arolsen ansässige Verein Bathildisheim.

25 Millionen Euro eingeplant

Mit dem rund 25 Millionen Euro teuren Projekt konzentriert der Verein die Arbeit des Berufsbildungswerks (BBW) am seinem aufstrebenden Standort Kassel. Die Einrichtung bietet zahlreiche Ausbildungsgänge für benachteiligte junge Leute an und betreibt auch eine staatliche Berufsschule.

Der Trägerverein Bathildisheim erhalte vom Land Hessen eine Förderung von unter 40 Prozent für den Umbau des BBW, sagte dessen Vorstandsmitglied Jens Wehmeyer auf Anfrage.

Zuschuss des Landes

Der entsprechende Bescheid des Sozialministeriums sei inzwischen eingegangen. Es gebe eine Zusage im Umfang von zehn Millionen Euro. Wehmeyer rechnet für den April 2021 mit der Baugenehmigung. Er hofft, dass die Baumaßnahmen Ende 2023 abgeschlossen sein werden.

Am Standort Kassel sollen dann künftig etwa 350 Jugendliche ihre Ausbildung machen. Der Verein plane eine Ausbildungsplatz-nahe Unterbringung der jungen Leute, sagte Wehmeyer. Man sei bereits in Gesprächen mit möglichen Vermietern. Eventuell werde man aber auch selbst Wohnungen für die Azubis in unmittelbarer Nähe bauen. (Von Armin Haß und Peter Dilling)

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