Ortstermin am Baugrundstück

Neuer Kindergarten in Volkmarsen geplant: Platz für fünf Spielgruppen

ein Mann und eine Frau halten eine Bauskizze ausgebreitet, während eine Architektin ihrer Pläne erläutert.
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Ein neuer fünfgruppiger Kindergarten soll auf einer Wiese an der Kasseler Straße in Volkmarsen gebaut werden. Architektin Brigitte Schade-Kleist (rechts) erläuterte bei einem Ortstermin des zuständige Ausschusses die Pläne. Gehalten wird die Planskizze von Ausschussvorsitzender Ute Moldenhauer (links) und Bauamtsleiter Bernd Pfeiffer.

Auf einer Grundfläche von rund 1000 Quadratmetern will die Stadt Volkmarsen demnächst einen neuen fünfgruppigen Kindergarten auf einer Wiese an der Kasseler Straße neben dem Haus Dr. Bock errichten lassen.

Volkmarsen - Über die Details informierten sich Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses bei einem Ortstermin mit Architektin Brigitte Schade-Kleist.

Der mit rund 2,4 Millionen Euro kalkulierte Neubau soll den bisherigen, in die Jahre gekommenen, dreigruppigen Kindergarten „Feuerrotes Spielmobil“ und seine Außengruppe im Gebäude der Grundschule „Villa R“ ersetzen.

Direkter Zugang zum Garten

Damit soll dem wachsenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen begegnet werden. Außerdem erhofft sich der Magistrat eine Entzerrung der Parksituation vor dem jetzigen Kindergarten. Da drängen sich nämlich auch die Kunden des benachbarten Getränkemarktes. Die Kasseler Straße ist als Sackgasse quasi verkehrsberuhigt und bietet dennoch viel Platz auf einer überdimensionierten Fahrbahn.

Vor allem aber lassen sich mit dem Neubau die pädagogischen Ziele zeitgerecht umsetzen. Alle fünf Gruppen bekommen einen direkten Zugang zum Garten. „Damit wird der Brandschutz viel einfacher darzustellen sein“, berichtete die Planerin im Ausschuss.

Kleiner Turm soll Identität stiften

Der Neubau sei als eingeschossiger Mauerwerksbau mit flach geneigten, asymmetrischen Dächern vorgesehen. Die Holzkonstruktionen im Dach würden jedem Gruppenraum eine besondere Raumwirkung bescheren.

Als identitätsstiftendes Bauelement sei der Bewegungsraum als kleiner Turm angelegt. Der Raum für die Leiterin sei so geplant, dass ein direkter Blick auf alle Freiflächen möglich sei.

50 Prozent Zuschüsse für Neubau erhofft

Die Pläne seien mit dem Zweckverband des Kirchenkreises als Kindergartenträger abgestimmt. Die Abstimmung mit dem zuständigen Fachdienst des Landkreises stehe noch aus. Ebenfalls in Vorbereitung sind die Details der Bauleitung, wie Bürgermeister Hartmut Linnekugel berichtete. Der Heimat- und Geschichtsverein, der als Nachbar das Haus Dr. Bock nutze, sei ebenfalls informiert. Auch die notwendigen Förderanträge seien gestellt, sodass voraussichtlich noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden könne.

Der Magistrat rechnet mit einer Förderquote von wenigstens 50 Prozent. Außerdem sei ein Darlehen mit reduziertem Zinssatz beantragt. Aus dem Verkauf des bisher genutzten Grundstücks wird ein Erlös von rund 89 .000 Euro erwartet. (Elmar Schulten)

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