Schützengilde setzt Belohnung aus

Polizei ermittelt wegen illegaler Graffiti in der Korbacher Altstadt

 Erster Dechant Holger Tent ist sauer: Das von der Schützengilde errichtete Enser Tor ist erneut von Unbekannten mit Farbe besprüht worden.
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Erster Dechant Holger Tent ist sauer: Das von der Schützengilde errichtete Enser Tor ist erneut von Unbekannten mit Farbe besprüht worden.

In der Korbacher Altstadt kam es in den vergangenen Tagen wiederholt zu zu Sachbeschädigungen durch illegale Graffiti. Die Polizeistation Korbach hat mehrere Anzeigen aufgenommen.

Korbach – Nachdem es bereits im Januar Januar und Februar zu mehreren Farbschmierereien in der Korbacher Altstadt gekommen war, waren unbekannte Täter nach Angaben der Polizei in den Nächten von Donnerstag (11. März) auf Freitag (12. März) sowie von Samstag (13. März) auf Sonntag (14. März) erneut aktiv. In der Nacht zum Sonntag waren Häuser und andere Gebäude in der Wildunger Landstraße, in der Friedrich-Eigenbrod-Straße, auf der Stechbahn und am Westwall sowie ein Auto in der Schulstraße betroffen. Der Täter sprühte mit schwarzer Farbe unter anderem die Buchstaben bzw. Zeichen „Fwi$“, teilweise mit Pfeilen oder Doppelstrichen seitlich der Buchstabenfolge.

In der Nacht zum Freitag besprühten Unbekannte das Gebäude der Schule am Enser Tor sowie einen Pfeiler des Torbogens Enser Tor. Dabei wurden unter anderem die Buchstaben „ACAB“ aufgebracht. Die Mitglieder der Schützengilde sind mächtig sauer über diese sinnlose Aktion. Das Ganze zu beseitigen, wird richtig teuer. Vermutlich müssen die gesamten Sandsteinplatten ausgewechselt werden. „Das kostet locker 10 000 bis 12 000 Euro“, sagt Erster Dechant Holger Tent. Die Schützengilde setzt 1000 Euro als Belohnung für Hinweise aus, die zu dem oder den Tätern führen.

Illegale Graffiti sind Straftaten

Die Polizei sucht Zeugen und weist darauf hin, dass das Sprühen von illegalen Graffiti an Gebäuden oder Autos eine Straftat ist. Es handele sich um eine Sachbeschädigung, die nach dem Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe mit bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe bestraft werden könne. Auf die Sprayer könnten auch erhebliche zivilrechtliche Folgen zukommen. Die Regressforderungen, für die ein Sprayer jahrelang nach der Tat zur Kasse gebeten werden könne, könnten unter Umständen mehrere tausend Euro betragen.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeistation Korbach unter Tel. 05631-9710 entgegen. (os/red)

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