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Tourismus, Banken, Arbeitsmarkt: Positive Aussichten für 2022

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Von: Julia Janzen

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Weiter boomende Baubranche: Auch der Wunsch vieler, ein Eigenheim zu bauen, sorgt im Handwerk für volle Auftragsbücher.
Weiter boomende Baubranche: Auch der Wunsch vieler, ein Eigenheim zu bauen, sorgt im Handwerk für volle Auftragsbücher. © Tom Weller, dpa

Wie wird sich das Jahr 2022 angesichts vieler Herausforderungen wie Corona, Fachkräftemangel, Materialengpässen und hoher Inflation entwickeln? Experten aus unterschiedlichen Branchen geben eine Einschätzung – und blicken insgesamt positiv auf das begonnene Jahr.

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Landkreis und die Aussichten für das Jahr sind „eher optimistisch“, wie Klaus Dieter Brandstetter sagt. Gehe man von einem durchschnittlichen Wetter im Jahresverlauf aus, werde der Tourismus ab Ostern besser laufen. Sei das Wetter gut, würden zudem viele Tagesausflügler kommen. Auch für den Arbeitsmarkt sieht Uwe Kemper ein gutes Jahr. „Dieser hat sich hier im Landkreis als extrem stabil erwiesen.“ Der sehr gute Branchenmix sorge dafür, dass Ausschläge wie durch Corona gut abgefedert werden könnten. Abwarten müsse man, wie sich 2G in der Gastronomie auswirke und wie die Entwicklung im stationären Handel aussehe. „Es gibt zwar Wolken am Himmel, ich bin aber eher optimistisch“, so Kemper.

„Corona hat den heimischen Unternehmen insgesamt weniger zugesetzt als befürchtet“, sagt Karl Oppermann. Einzelne Branchen hätten zwar sehr gelitten, „in der Summe befindet sich die Wirtschaft aber auf klarem Erholungskurs“. Viele Betriebe hätten die Corona-Zeit genutzt, um beispielsweise Umbauten umzusetzen. Man vertraue auf die „Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der heimischen Betriebe“, so Oppermann. Thomas Behle rechnet damit, dass die „anhaltende Niedrigzinsphase weitere Investitionen in wert-erhaltende Maßnahmen und auch in Neuinvestitionen“ nach sich zieht. Auch die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen werde hoch bleiben. „Abzuwarten bleibt, wie sich die gestiegenen Baupreise auswirken.“

Ulrich Mütze vermutet, dass „bestehende Lieferengpässe und die unklare Corona-Entwicklung“ dafür sorgen, dass es zunächst noch „schwierige Wochen“ gebe. Würden die Infektionszahlen weiter stark steigen, werde es auch im Handwerk zu fehlenden Mitarbeitern kommen, die Produktivität der Betriebe sinke. Ralph Hübschmann ist „vorsichtig optimistisch“. Die Auftragslage im produzierenden Gewerbe und im Bausektor ist gut, der Einzelhandel stehe aber vor großen Herausforderungen.

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