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Preise für Häuser steigen: Nachfrage nach Immobilien in Waldeck-Frankenberg hoch

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Neubaugebiet: Mehrfamilienhäuser an der Korbacher Fröbelstraße. Der Bauboom hält an. Die Eigentümer zahlen der Stadt Grundsteuern – die werden neu ermittelt.
Der Bauboom hält an – hier neue Mehrfamilienhäuser an der Korbacher Fröbelstraße. © Lutz Benseler

„Der Immobilienmarkt kennt derzeit nur eine Richtung – nach oben“, sagt Frank Mause. Er ist Vorsitzender des Gutachterausschusses für Immobilienwerte der Landkreise Kassel und Waldeck-Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg – Dies zeigt ein erster Trend nach Auswertung von rund 90 Prozent der im Jahr 2021 eingegangenen 2700 Kaufverträge für bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. „Die Corona-Pandemie und die niedrigen Zinsen scheinen den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu beflügeln“ so Mause weiter.

Ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus wurde im Landkreis Waldeck-Frankenberg in 2021 für durchschnittlich 205 000 Euro verkauft. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich eine Preissteigerung von 14 Prozent. Die rasante Preisentwicklung der letzten Jahre, verdeutlicht an einem fiktiven Beispiel: Wurde in 2016 ein zehn Jahre altes Einfamilienhaus für 150 000 Euro verkauft, wären in 2021 für ein vergleichbares Haus bereits durchschnittlich 250 000 Euro zu zahlen gewesen.

Eine wiederverkaufte Eigentumswohnung kostete im letzten Jahr im Schnitt 1300 Euro pro Quadratmeter, was gegenüber 2020 eine Steigerung um neun Prozent bedeutet. Der Geldumsatz beim Verkauf von Immobilien im Landkreis Waldeck-Frankenberg stieg um sieben Prozent auf 313 Millionen Euro. Diese Zahlen hat Karina Fennel von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für das Jahr 2021 ermittelt. Insgesamt erwartet die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für das abgelaufene Jahr in Waldeck-Frankenberg Steigerungen in fast allen bebauten Teilmärkten.

„Der Markt hat offensichtlich Schwierigkeiten, die erhöhte Nachfrage nach Immobilien zu bedienen. Die endgültigen Zahlen werden wir zum 31. März in dem dann erscheinenden Immobilienmarktbericht 2022 veröffentlichen. Dieser wird erstmalig kostenfrei zur Verfügung stehen,“ so der Leiter der beim Amt für Bodenmanagement Korbach angesiedelten Geschäftsstelle, Andreas Willig.

Seit 1. Februar entfallen die Gebühren für den Download der Immobilienmarktberichte im Online-Shop gds.hessen.de der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation. (red)

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