Prozess: 29-Jähriger bestreitet Vergewaltigung von Ex-Freundin und Schläge

Weil er seine Ex-Freundin vergewaltigt und geschlagen haben soll, muss sich ein 29-Jähriger aus dem Frankenberger Land seit Dienstag vor dem Marburger Amtsgericht verantworten.

Der Mann bestreitet alle Vorwürfe, ein Urteil fiel noch nicht.

Laut Anklageschrift hat der Angeklagte die heute 22-Jährige im Jahr 2012 zweimal geohrfeigt und einmal mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Einmal sei es zudem zu einer Vergewaltigung in seinem Schlafzimmer gekommen, zweimal sei es beim Versuch geblieben.

Die junge Frau berichtete, die Beziehung sei anfangs noch schön gewesen, was sich aber schnell geändert habe. Wenn sie ihn besucht habe, hätte er sie ständig kontrolliert und auch in seiner Wohnung eingesperrt. Mehrfach habe er sie, vor allem wenn er getrunken habe, geschlagen.

Einmal war die Zeugin deshalb auch wegen einer Schädelprellung und einem blauen Auge im Krankenhaus. Auf Vorhalt des vorsitzenden Richters, Dominik Best, warum sie dort angab, über ihre Katze gestolpert und sich gestoßen zu haben, gab sie Angst an. Immer wieder habe er ihr gedroht, und ebenso ihrer Familie etwas anzutun.

Auch sexuelle Gewalt sei ihr angetan worden, so die 22-Jährige. Einmal habe er sie, als sie keinen Sex wollte, im Schlafzimmer vergewaltigt. „Vorher hat er mir die Kleider zerrissen.“ Ein weiteres Mal habe er es in der Badewanne versucht, aber von ihr abgelassen, als das Wasser überlief. Bei einem dritten Versuch habe sie ihn mit Tritten abgehalten.

Welche Aussage eine Kriminalbeamtin machte und welchen Verdacht der Angeklagte hegt, warum seine Ex-Freundin die Vorwürfe gegen ihn erhebt, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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