Quarantäne für Rückkehrer

Reisende aus Corona-Risikogebieten müssen sich beim Landkreis Waldeck-Frankenberg melden

Reisende mit zwei Gepäckstücken an einem  Flughafen.
+
Reisende, die aus Covid-19-Risikogebieten zurückkehren, müssen in einigen Bundesländern in Quarantäne. Dann kann für Berufstätige ein Lohnausfall drohen.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg müssen sich Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten beim Fachdienst Gesundheit melden und zwei Wochen in Quarantäne gehen.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg mahnt, die Wahl des Urlaubsortes vorab sorgfältig zu prüfen. Für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten gilt zudem, dass sie sich unmittelbar nach ihrer Rückreise für zwei Wochen in Quarantäne begeben und beim Fachdienst Gesundheit des Landkreises melden müssen.

„Menschen, die aus Risikogebieten einreisen, sind rechtlich verpflichtet, sich unmittelbar für 14 Tage abzusondern und uns zu kontaktieren“, fordert die stellvertretende Leiterin des Fachdienstes Gesundheit, Valentina Dick, alle Rückkehrer auf. Das sei zwingend notwendig, damit die Erkrankungszahlen in Waldeck-Frankenberg durch eingeschleppte und oft unbemerkte Infektionen nicht weiter steigen. Jeder, der sich nicht daran halte, begehe eine Ordnungswidrigkeit.

„Wir wollen unsere Bevölkerung nicht bevormunden oder gängeln, aber in dieser Situation werden wir zur Sicherheit aller im Rahmen des Infektionsschutzes sehr konsequent handeln“, kündigt Landrat Dr. Reinhard Kubat an.

Die zweiwöchige Quarantäne sei wichtig, da die Inkubationszeit 14 Tage beträgt. Um zu verhindern, dass beispielsweise Urlaubsreisende oder Menschen, die ihre Familien in der Heimat besuchen, das Virus aus Risikogebieten in den Landkreis einschleppen, ist die Absonderung und Meldung an den Landkreis unerlässlich, um im Rahmen des Infektionsschutzes präventive Maßnahmen zu treffen.

„Nur, wenn wir Kenntnis darüber haben, wo Menschen aus Risikogebieten in den Landkreis einreisen, können wir Vorsorge treffen, um eine mögliche Verbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen“, betont die Amtsärztin. Jedoch auch Urlaubsreisende, die in kein Risikogebiet fahren, sollten sich zum eigenen Schutz auch in den Ferien an die Abstands- und Hygiene-Vorschriften halten. Zudem sollte jeder bereits bei der Planung seines Urlaubs umsichtig und aufmerksam sein: Der Landkreis ruft daher nochmals dazu auf, die Wahl des Ferienortes vorab sorgfältig zu prüfen – insbesondere was Auslandsreisen angeht.Allen Touristen wird geraten, sich vor Antritt der Reise regelmäßig über die aktuellen Reise- und Quarantänebestimmungen zu informieren, etwa auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes oder des Robert-Koch-Institutes.

196 bestätigte Covid-19-Fälle in Waldeck-Frankenberg

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Waldeck-Frankenberg ist erneut gestiegen. Im Landkreis gab es bislang insgesamt 196 bestätigte Fälle, am vergangenen Freitag waren es 190. Infiziert sind aktuell 19 Personen, teilte der Landkreis am Dienstagnachmittag mit und mahnte angesichts der steigenden Fallzahlen erneut zu umsichtigem Verhalten. In stationärer Behandlung befinden sich derzeit keine Covid-19-Patienten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.