Rechter Trauermarsch in Marburg ausgefallen - Drohungen an Bürgermeister

Marburg. Am Ende war alle Aufregung umsonst: Mangels Teilnehmer ist ein geplanter Trauermarsch der rechten Szene in Marburg am Samstag ausgefallen. Gedacht werden sollte einem 25-jährigen Mann, der vor zwei Wochen zusammengeschlagen und dabei tödlich verletzt worden war.

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Wie die Marburger Polizei berichtete, sollte die Kundgebung um 14 Uhr am Tatort, an der Kneipe „Bremsspur“, beginnen. Doch selbst die Organisatoren seien fern geblieben. Der geplante Marsch hatte in den vorigen Tagen für einige Unruhe gesorgt. Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) hatte die Kundgebung verboten - diese würde den Verstorbenen, der nicht zur rechten Szene gehöre, „verunglimpfen“.

Medienberichten zufolge erhielt Vaupel daraufhin Email-Drohungen mit teils rassistischen Inhalten. Zudem gab das Gießener Verwaltungsgericht am Freitag einem Eilantrag der mutmaßlich rechten Umzugs-Organisatoren statt: Der Marsch könne wie angemeldet stattfinden, so die Entscheidung.

Der 25-jährige war am 14. August von zwei 19 und 22 Jahre alten Männern brutal attackiert worden. Er starb wenige Tage später an seinen schweren Kopfverletzungen. Die beiden mutmaßlichen Schläger wurden bereits kurz nach der Tat festgenommen. (dpa)

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