Landesverband setzt neue Struktur 2017 um

Reform: Schützenkreise sollen zu Bezirk fusionieren

Waldeck-Frankenberg. Die rund 6800 Schützen im Landkreis müssen umdenken: Ab Mitte 2017 soll es keine Schützenkreise mehr geben, auch der Schützengau als übergeordnetes Gremium wird aufgelöst.

Das sind die Pläne des Hessischen Schützenverbandes (HSV), die das Präsidium den Gau- und Kreisschützenmeistern mitteilte.

Kern der Reform ist die Neuordnung und Reduzierung der verschiedenen Gremien. Die zehn Schützengaue und die untergeordneten -kreise sollen bis zum Sommer 2017 aufgelöst werden zugunsten neuer Schützenbezirke. Der HSV will mit dem Wegfall einer Hierarchiestufe unter anderem dem Mitgliederrückgang Rechnung tragen.

Vorschlag der Verbandskommission ist ein Schützenbezirk Waldeck-Frankenberg in der Größe des bisherigen Schützengaus, analog zu den politischen Landkreisgrenzen. Die Kreise Bad Arolsen, Eisenberg, Bad Wildungen und Frankenberg sollen zu einem Gremium firmieren.

Ähnliches geschah bei der Bildung des neuen Sportkreises Waldeck-Frankenberg. Andere Sportarten haben in den vergangenen Jahren bereits ihre Grenzen angepasst. Gründe waren vor allem der Rückgang von Mitgliedern, aktiven Sportlern und Mannschaften.

Bis Ende Januar können die Schützenkreise die Vereine befragen und Änderungswünsche vorbringen. HSV-Vizepräsident Wolfram Herath erhofft sich aber, dass alle Kreise flexibel sind bei der Umsetzung.

Die heimischen Kreisschützenmeister äußern Bedenken bezüglich der Fusion. Der Landkreis sei flächenmäßig zu groß, um Politisches und Sportbetrieb zu organisieren, so der Tenor. „Und man findet womöglich für einen solchen Riesenbezirk sicher keinen Vorsitzenden“, meint Gauschützenmeister Olaf Egert. Zudem fürchtet man um den Fortbestand gesellschaftlicher und breitensportlicher Aktivitäten.

Von Dirk Schäfer 

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