Regen kommt zu spät: Getreide ist schon fast vertrocknet

Sonne über dem Getreidefeld: Dieses Bild steht symbolisch für die Trockenheit der vergangenen Wochen und die befürchteten Ernteverluste beim Getreide. Foto: dpa

Waldeck-Frankenberg. Die Trockenheit der vergangenen Wochen lässt Landwirte mit Sorge auf ihre Felder blicken. Auf manchen Flächen befürchten sie Totalausfälle bei der Ernte.

Zwar regnete es am Donnerstag im Landkreis etwas, und es soll auch am heutigen Freitag Schauer geben. Doch die Niederschläge kommen offenbar zu spät.

„Wir hatten im Mai und bisher im Juni 10 bis 15 Prozent weniger Niederschlag“, sagt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Frankenberg. „Das wird sich in der Ernte niederschlagen. Die Schäden beim Getreide sind nicht mehr aufzuholen.“ Die Trockenheit treffe vor allem die aufstrebenden Getreidesorten. „Ganz extrem ist es beim Weizen“, sagt Eckel. Normalerweise sei jetzt die „Kornfüllungsphase“, in der sich das Mehl bildet.

Gerade auf schlechteren Böden könne man die Ernte wohl abhaken, sagt Kreislandwirt Fritz Schäfer aus Basdorf. „Bei der Wintergerste lohnt sich das Dreschen kaum“, lautet seine Einschätzung. Bei diesem Getreide und dem Sommerweizen rechnet er mit Totalausfällen auf einigen Feldern.

Stark betroffen seien aber auch Betriebe, die auf Gras und Silage als Futter für die Tiere angewiesen sind. „Der erste Schnitt war relativ früh in diesem Jahr“, erklärt Matthias Eckel. Gemäht würden die Wiesen, „wenn der Nährstoffgehalt optimal ist. Das war Anfang Mai.“ Jetzt müsste eigentlich der zweite Schnitt erfolgen. „Aber es ist nichts da.“

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