Weitere Partner gesucht – Landkreis unterstützt Projekt

Regionalwarenladen in der Korbacher Fußgängerzone geplant

Suchen Partner für einen Regionalwarenladen in der Korbacher Fußgängerzone: (von links) Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft und Fritz Schäfer, Dezernent für Direktvermarktung.
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Suchen Partner für einen Regionalwarenladen in der Korbacher Fußgängerzone: (von links) Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft und Fritz Schäfer, Dezernent für Direktvermarktung.

Vom Feld direkt in die Küche: Immer mehr Verbraucher kaufen ihre Lebensmittel direkt vom Erzeuger. Mit Unterstützung des Fachdienstes Landwirtschaft soll deshalb in der Korbacher Fußgängerzone ein Regionalwarenladen entstehen. Die Räume sind schon da.

Korbach – Zur Zeit renovieren Handwerker die ehemalige Bäckereifiliale in der Unterführung am Berndorfer Torplatz. Rund 75 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen zur Verfügung, plus Sanitärräume und Umkleide. „Der Laden befindet sich in bester Lage und soll mit Produkten von landwirtschaftlichen Betrieben sowie dem Kunsthandwerk aus Waldeck-Frankenberg bestückt werden“, sagt Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises.

Betrieben werden soll er von einer Unternehmergemeinschaft. Zwei Partner haben sich bereits zusammengefunden, weitere können als Gesellschafter einsteigen und mit in der Geschäftsführung arbeiten. „Wir können noch drei bis fünf Mitmacher gebrauchen. Das müssen nicht unbedingt Direktvermarkter sein, sondern jeder, der Interesse hat, sich zu engagieren und im Laden mitarbeiten möchte“, sagt Loth.

Die Nachfrage nach regionalen Produkten ist groß. Kurze Transportwege, das Gespräch mit den Erzeugern und einfach das Wissen, wo das Essen herkommt: Die Zahl der Menschen, die direkt beim Landwirt oder in Hof- und Regionalwarenläden einkaufen, steigt stetig. Laut Statista waren es im vergangenen Jahr 16 Millionen Deutsche, vier Jahre zuvor noch 1,5 Millionen weniger.

„Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage an regionalen, saisonalen und Bioprodukten, ist der Regionalwarenladen eine gute Möglichkeit, sich auf dem Markt zu etablieren“, sagt Fritz Schäfer, Dezernent für Direktvermarktung. Darüber hinaus trage das Angebot dazu bei, die Korbacher Innenstadt zu beleben. Das Projekt werde deshalb auch von der Stadt unterstützt, so Schäfer.

Die Waren sollen in großen Körben und in Regalen präsentiert werden. Verpackungsfreier Einkauf ist möglich. Präsentkörbe und regionale Geschenkartikel komplettieren das Angebot. Im Innen- und Außenbereich sind außerdem Sitzgelegenheiten geplant, an denen die Kunden die Produkte in Form von Snacks, Quiche oder Hausmannskost sowie Getränken probieren können. Der Zugang ist barrierefrei. „Ziel ist, den Laden an fünf Tagen in der Woche zu öffnen“, sagt Loth.

„Das Projekt erhält weitreichende Unterstützung. Fördermittel beispielsweise aus dem Leader-Programm der Europäischen Union sind möglich“, erklärt sie. Das Büro Bioline aus Dalwigksthal begleite den Aufbau des Regionalwarenladens beratend.

Weitere Informationen unter Tel. 05631/954-840 oder dorothea.loth@lkwafkb.de, www.regionales-waldeck- frankenberg.de

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