Willi Arnold hat für unsere Zeitung die großen Feste im Südkreis besucht

Reporter in Lederhose: So war´s für den HNA-Mitarbeiter bei den Oktoberfesten

Mittendrin: Beim Oktoberfest in seinem Heimatort Rennertehausen hat HNA-Mitarbeiter Willi Arnold – hier mit Uta Geisert – nach getaner Arbeit ausnahmsweise mitgefeiert.

Frankenberger Land. Die Oktoberfeste in Battenfeld, Rennertehausen, Ellershausen und Allendorf sind die größten dieser Art im Frankenberger Land. In diesem Jahr hat unser Freier Mitarbeiter Willi Arnold von allen vier Festen für die HNA berichtet.

Wie die Arbeit eines Reporters an so einem Abend abläuft, ob sich die Feiernden gerne fotografieren lassen und warum die Oktoberfeste derzeit überhaupt so beliebt sind bei uns in Nordhessen – darüber haben wir mit Willi Arnold im Interview gesprochen.

Willi, hast du die Oktoberfeste in Battenfeld, Rennertehausen, Ellershausen und Allendorf gut überstanden?

Willi Arnold:Ja, habe ich. Und es hat mir sehr viel Freude gemacht, die vielen fröhlichen Menschen beim Feiern zu sehen.

Wo hat es dir am besten gefallen?

Arnold: In Rennertehausen und Battenfeld hat es mir sehr gut gefallen, in Ellershausen war es mir persönlich zu voll im Zelt. Und das Oktoberfest in Allendorf hat ja nochmal einen ganz eigenen Charakter mit den Südtiroler Spitzbuam.

Wie erklärst du dir, dass die Oktoberfeste – nicht nur in diesen vier Orten – derzeit so beliebt sind? Das sind ja mittlerweile die größten Volksfeste hier im Frankenberger Land.

Arnold: Ich glaube, das liegt auch an der Leichtigkeit dieser Feste. Die Musik ist einfach. Bei Discoabenden gibt es auch viel harte Musik und es kommt zu Schlägereien. Das habe ich bei den Oktoberfesten gar nicht erlebt. Das Mitsingen und Mitklatschen sind ein Ausgleich für vieles, was man im Alltag erlebt. Die Menschen wollen einfach für ein paar Stunden fröhlich feiern. Und ich habe festgestellt, dass die Leute – vor allem die Frauen – hier bei den Oktoberfesten immer mehr Wert auf das richtige Outfit legen. Die Dirndl kosten manchmal richtig viel Geld, das ist schon ein Konkurrenzkampf geworden, glaube ich.

Auf einem Foto vom Oktoberfest in deinem Heimatort Rennertehausen bist du auch in Lederhose zu sehen. Hast du überall mitgefeiert oder bist du nach der Arbeit nach Hause?

Arnold:Die Lederhose habe ich nur in Rennertehausen angehabt. Bei den anderen Oktoberfesten war ich neutral gekleidet – auch, um zu zeigen, dass ich nicht zum Mitfeiern, sondern zum Arbeiten da bin.

Wie muss man sich deine Arbeit an so einem Abend vorstellen?

Arnold:Meistens bin ich relativ früh da, um schon mal einen Überblick zu bekommen, wer alles da ist und wo ich später für meine Fotos nochmal hingehen kann. Wenn man zu spät kommt, gibt es oft kein Durchkommen mehr. In Allendorf war ich am Samstag gleich um sieben da, bin dann aber auch schon um halb zehn wieder nach Hause, als die Feier auf dem Höhepunkt war.

Wie ist das, arbeiten zu müssen, während alle um dich herum feiern – und auch nicht mehr ganz nüchtern sind?

Arnold:Damit habe ich keine Probleme. Es passiert zwar oft, dass Leute sagen „Setz dich zu uns und trink ein Bier mit“, aber für mich ist klar, dass ich an diesen Abenden keinen Alkohol trinke.

Wie reagieren die Leute, wenn du sie ansprichst, um sie für die Zeitung zu fotografieren? Machen da alle gerne mit?

Arnold: Ja, eigentlich sind alle sehr gerne bereit, sich fotografieren zu lassen. Da gibt es wenig Hemmungen und kaum eine Absage. Ich werde mittlerweile auch schon direkt von Besuchern angesprochen, dass sie auch in die Zeitung wollen. Es ist also relativ leicht, einige gute Fotos zu bekommen. Die schwere Arbeit beginnt dann später zu Hause, wenn ich aus den vielen Fotos welche für die Zeitung auswählen muss. In Ellershausen habe ich zum Beispiel 160 Fotos gemacht.

Eine Auswahl deiner Fotos haben wir auf Facebook veröffentlicht. Bekommst du Rückmeldungen darauf?

Arnold: Ja, danach wird oft gefragt. Und man sieht ja auch auf Facebook, wie oft die Fotos geteilt werden. Auch dem Veranstalter schicke ich schon mal welche zu. Viele Veranstalter haben mittlerweile aber eigene Fotografen, die den ganzen Abend Fotos machen. In Battenfeld wurden die sogar gleich auf Großleinwand gezeigt.

Auf deinen Bildern sind viele fröhlich feiernde Menschen zu sehen. Hast du auch andere Seiten der Feste beobachtet – zum Beispiel Jugendliche, die mehr Alkohol getrunken haben, als sie sollten?

Arnold:Eigentlich läuft das ganz gesittet. Das, was man früher von Volksfesten kannte, dass Gäste, auch ältere Männer, stinkbesoffen sind, das sieht man heute nicht mehr. Auch die Security, die überall eingesetzt wird, hat das immer gut im Griff. Dadurch gibt es auch nicht mehr die Unsitte, dass Gläser draußen kaputtgeschmissen werden. Und was ich auch beobachtet habe: Es gibt viele Jugendliche, die aufs Geld gucken müssen und sich für einen Abend nur zwei, drei Getränkebons kaufen.

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