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Risiko für Wildunfälle steigt in Waldeck-Frankenberg

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Von: Thomas Hoffmeister

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Wenn die Tage kürzer werden, erhöht sich das Risiko von Wildunfällen. Autofahrer sollten besonders in der Dämmerungszeit vorsichtig fahren und auf Wildtiere achten, die sich dann auf Nahrungssuche begeben, raten der Landesjagdverband Hessen und der ADAC Hessen-Thüringen in einer Presseerklärung.

Ab Herbst sollte man nicht zu schnell unterwegs sein, denn gerade in der Dämmerung queren Tiere Straßen auf der Suche nach Futter. Ein hohes Risiko besteht in wald- und feldreichen Gebieten.
Ab Herbst sollte man nicht zu schnell unterwegs sein, denn gerade in der Dämmerung queren Tiere Straßen auf der Suche nach Futter. Ein hohes Risiko besteht in wald- und feldreichen Gebieten. © Landesjagdverband Hessen

Waldeck-Frankenberg – „Zwischen 6 und 8 Uhr morgens ist das Risiko für einen Zusammenstoß besonders hoch“, sagt Markus Stifter, Pressesprecher des Landesjagdverbandes Hessen.

Auf den Straßen des Landkreises Waldeck-Frankenberg ereigneten sich durchschnittlich 1400 und 1500 Wildunfälle im Jahr, berichtetet Kriminalhauptkommissar Dirk Richter, Pressesprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg. 2021 wurden 1409 Wildunfälle registriert, 2019 waren es 1514. Ein Rückgang war laut Richter bei 1307 Wildunfällen im 2020 zu verzeichnen – vermutlich, weil infolge der Corona-Pandemie weniger Auto gefahren wurde. Nur bei fünf der im Jahr 2021 bekannt gewordenen Wildunfälle kamen Menschen zu Schaden. Meistens, so die Polizei, blieben die menschlichen Verkehrsteilnehmer bei Wildunfällen unverletzt.

Dirk Richter Polizei-Pressesprecher
Dirk Richter Polizei-Pressesprecher © Peter Beckmann

Welche Wildtiere von Unfällen betroffen waren, wird bei der Polizei nicht registriert. Vermutlich sind es überwiegend Rehe und Wildschweine. Lokale Schwerpunkte für Wildunfälle lassen nicht feststellen. „Alle waldreichen Strecken im Landkreis sind gleichermaßen betroffen. Aufgrund der ländlich geprägten Region ist der Anteil der Wildunfälle an allen Verkehrsunfällen deutlich höher als in anderen Regionen Hessens“, sagt Hauptkommissar Ingo Pohle, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes in Waldeck-Frankenberg.

Nach Mitteilung des Landesjagdverbandes kann auch die am Sonntag erfolgte Umstellung auf Winterzeit die Gefahr von Wildunfällen erhöhen, weil es morgens früher hell und abends früher dunkel wird. Damit falle die Dämmerung in die Zeit der Nahrungssuche. „Statisch ist das nicht zu belegen“, sagt Richter. „So krass, wie man vielleicht denkt, ist der jahreszeitliche Unterschied bei Wildunfällen nicht.“

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