Rodenbacher wirbt nach Transplantation für Organspendeausweis

Rettung: Seit zwei Monaten schlägt im Rodenbacher Andre Geil ein neues Herz. Dank eines Organspenders konnte sein Leben gerettet werden. Er appelliert an alle, einen Organspendeausweis bei sich zu tragen. Foto: Seumer

Rodenbach. Wie in einem zweiten Leben fühlt sich der 33-jährige Rodenbacher Andre Geil acht Wochen nach seiner geglückten Herztransplantation.

In einem Jahr will er wieder seinen Beruf als Forstunternehmer ausüben.

Auslöser der Herzschwäche war eine Erkältung, die fast jeden im Herbst oder Winter mal erwischt. Vor acht Jahren führte sie bei Andre Geil zu einer Herzmuskelentzündung. Bakterien hatten sich nach einer nicht voll auskurierten Grippe am Herzen festgesetzt. Im Nu sank bei Andre Geil die Herzleistung auf nur noch 15 Prozent.

Mit Hilfe von Medikamenten konnte die „Pumpe“ auf 30 Prozent gesteigert werden. Das ging einige Jahre gut – jedoch mit stetigen Schwankungen. Im Sommer 2014 verschlechterte sich sein Zustand. Geil wurde vom Kasseler Klinikum in die Spezialklinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie nach Bad Oeynhausen verlegt.

Er erhielt ein Herzunterstützungssystem – eine Pumpe am linken Herzventrikel. Sie wurde mit einem am Körper getragenen Steuergerät und Akkus betrieben. Die Pumpe erhält den Blutkreislauf aufrecht, so dass die Organe mit Sauerstoff versorgt werden. Geil kehrte mit diesem Gerät nach Rodenbach in seine Wohnung am Waldrand zurück. Doch im November vergangenen Jahres musste er nach einer Entzündung stationär in Bad Oeynhausen aufgenommen werden. Der 33-Jährige wurde auf die Hochdringlichkeitsliste für eine Herztransplantation der Organisation Euro-Transplant gesetzt.

Dann begann das Warten auf ein Spenderherz. Neben der Blutgruppe müssen auch das Körpergewicht und das Alter mit dem Spender übereinstimmen. Voraussetzung ist, dass dieser einen Organspendeausweis bei sich trägt.

„Ich habe jeden Tag drauf gewartet“, erinnert sich Geil. „Mein Herz wurde nur mit starken Medikamenten aufrecht erhalten.“

Am 19. Juni kam morgens um 4.30 Uhr der erlösende Anruf: Ein passendes Herz ist gefunden.

Was dann folgte, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Frank Seumer

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