Bad ist betriebsbereit

Freibad Rosenthal: Förderverein hofft trotz Corona auf Startschuss

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Alles fertig: Der Förderverein des Rosenthaler Schwimmbades hofft auf eine schnelle Öffnung. Hier (von links) Jenny Klingelhöfer, Helmut Happel, Tina Waßmuth, Andi Hufeld, Heinrich Mengel und Matthias Schmidt. Foto: Marise Moniac

Das Wasser glitzert einladend, Rasen und Beete sind gepflegt, die Sonne knallt vom Himmel: Der Rosenthaler Förderverein Schwimmbad und mit ihm viele weitere Wasserratten warten sehnsüchtig auf den Startschuss zur Öffnung des örtlichen Bades.

Wenn auch viele Freibäder im Landkreis Waldeck-Frankenberg wegen der derzeitigen unsicheren Lage wohl die ganze Saison über geschlossen bleiben, so hoffen die Rosenthaler doch auf eine positive Entscheidung.

„Das Gesundheitsamt hat verschiedene Hygieneauflagen gemacht – die können unserer Meinung nach erfüllt werden“, sagt Matthias Schmidt vom Vorstandsteam. Dazu gehörten unter anderem die tägliche Desinfizierung der Bodenflächen, die häufige Reinigung und Durchlüftung von WCs und Duschen, eine gewisse „Besucherlenkung“ durch Zählung und namentliche Registrierung sowie permanente Laboranalysen des Beckenwassers. Die Befolgung strenger Regelungen für den Kioskbetrieb müsse ebenfalls gewährleistet sein. „Der Verein ist jederzeit bereit, bei der Umsetzung der Maßnahmen zu helfen“, sagt Schmidt. Er verweist darauf, dass Entscheidung und Verantwortung jedoch letztendlich bei der Stadt Rosenthal liegen.

„Es sieht so aus, dass die Stadt auch in dieser Saison keine ausgebildete Badeaufsicht stellen kann.“ Zwar stünden wieder Aushilfskräfte zur Verfügung, diese könnten aber nicht selbstständig für die Durchführung sämtlicher Vorschriften sorgen.

Der Förderverein weist darauf hin, dass das Bad betriebsbereit ist und dass hierfür bereits mehrere Arbeitseinsätze erfolgt sind. Neben der umfangreichen Pflege von Becken, Kiosk und Sanitäreinrichtungen wurden die Schwallwasserabdeckungen als Terrasse neu gebaut, außerdem werden demnächst drei so genannte Waldsofas aufgestellt.

Unabhängig von einer Öffnung musste das Becken mit Wasser befüllt werden, um die Energie aus der Solarthermienanlage (80 KW) vom Dach der Kulturhalle abzuführen, um Schäden an der Anlage zu vermeiden. Weiterhin darf das Becken aus Edelstahl nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Damit das Wasser nicht „umkippt“, ist eine Minimalchlorung notwendig.

Der Verein sieht durchaus die besonderen Probleme in Corona-Zeiten und hat sich Gedanken darüber gemacht, wie die Vorschriften des Gesundheitsamtes möglicherweise leichter eingehalten werden können. So wäre etwa eine Schließung der Duschen und der Umkleidekabinen denkbar oder auch eine zeitliche Begrenzung des Aufenthalts im Wasser.

„Wir haben unseren Teil erfüllt. Jetzt liegt die Entscheidung über eine Öffnung unter Einhaltung der Corona-Regeln sowie die Organisation des notwendigen Badebetriebs bei der Stadt Rosenthal“, so der Vorstand.

Das sagt Bürgermeister Hans Waßmuth

„Die Öffnung des Bades steht unter dem Vorbehalt der zu übernehmenden Verantwortung“, sagt Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth. „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, auch wenn die Fallzahlen sehr gering sind. Die Vorgaben der Verordnungen einschließlich der Hygienevorgaben sind einzuhalten.“ Es sei natürlich auch sein Wunsch, das Bad zu öffnen, sobald die Voraussetzungen es zuließen, stellte Waßmuth klar. Am kommenden Montag sei der Vertrag zum Betrieb des Bades Thema in der Stadtverordnetenversammlung. 

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