Nachfolger von Hans Waßmuth

Bürgermeisterwahl in Rosenthal: 82 Prozent für Alleinkandidat Jakob

Nach dem Wahlsieg: Stefan Jakob (32, CDU) wurde mit 82,02 Prozent Ja-Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Der scheidenden Amtsinhaber Hans Waßmuth (rechts) war der erste Gratulant. Blumen gab es für Jakobs Lebensgefährtin Nadine Buschmann.
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Nach dem Wahlsieg: Stefan Jakob (32, CDU) wurde mit 82,02 Prozent Ja-Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Der scheidenden Amtsinhaber Hans Waßmuth (rechts) war der erste Gratulant. Blumen gab es für Jakobs Lebensgefährtin Nadine Buschmann.

Stefan Jakob wird neuer Bürgermeister von Rosenthal. Der Alleinkandidat von der CDU erhielt bei der Wahl am Sonntag (26.09.2021) eine Zustimmung von 82,02 Prozent.

Rosenthal - Anders als bei der Bundestagswahl, der Landratswahl und der Bürgermeisterwahl in Frankenau war die Spannung in Rosenthal nicht besonders groß werden: Mit Stefan Jakob gab es nur einen Kandidaten. Aus demokratischer Sicht hätte er es gut gefunden, wenn es mehrere Bewerber um das Bürgermeisteramt gegeben hätte, hatte Jakob vor der Wahl der HNA gesagt. „Aber ich kann schließlich nichts dazu, dass es keinen Gegenkandidaten gibt.“

Am Sonntag stimmten 1081 Menschen in Rosenthal für Stefan Jakob, 237 gegen ihn, 20 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,72 Prozent. Von den 1744 Wahlberechtigten waren 1338 zur Wahl gegangen oder hatten im Vorfeld Briefwahl gemacht. Die neue Amtszeit beginnt am 1. März 2022.

Der 32-Jährige gehört wie der bisherige Amtsinhaber Hans Waßmuth der CDU an. Waßmuth ist seit 2004 Bürgermeister seiner Heimatstadt und hatte frühzeitig angekündigt, dass dies seine letzte Amtszeit ist. Jakob ist derzeit Stadtverordneter der CDU in Rosenthal. „Ich will, dass Rosenthal sich weiterentwickelt“, hatte Jakob gesagt, der dort geboren und aufgewachsen ist. Er arbeitet bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg und engagiert sich in einigen Vereinen.

Rund 100 Freunde und Anhänger des Kandidaten mussten am Sonntagabend in der Sport- und Kulturhalle länger als angekündigt warten. Noch um 20.10 Uhr bat Stefan Jakob Besucher um Geduld, die ihm gratulieren wollten: „Ich will erst das zweite Briefwahl-Ergebnis sehen“, sagte Jakob. Zu diesem Zeitpunkt waren vier der fünf Bezirke ausgezählt, es fehlte noch ein Briefwahlbezirk.

„Ich wünsche mir 70 Prozent Ja-Stimmen“, hatte Stefan Jakob kurz nach Schließung der Wahllokale gesagt. „Jetzt will ich auch über 80 Prozent bleiben“, sagte er um 20.10 Uhr. Nur drei Minuten später verkündete Noch-Bürgermeister Hans Waßmuth unter tosendem Beifall das Endergebnis: 82,02 Prozent der Wählerinnen und Wähler hatten mit Ja gestimmt. Waßmuth sprach von einem „haushohen“ Ergebnis: „Ich freue mich, dass du die Geschicke der Stadt Rosenthal in den nächsten Jahren bestimmst“, sagte der mit 65 Jahren scheidende Bürgermeister und erinnerte seinen Nachfolger: „Die Stadtverordnetenversammlung ist das oberste Organ, aber der Bürgermeister ist das Aushängeschild.“

Glücklich und zufrieden äußerte sich Stefan Jakob über sein Ergebnis. Er wolle versuchen, den 82 Prozent Ja-Stimmen gerecht zu werden, sagte er. „Ich freue mich auf die nächsten sechs Jahre.“ Blumen gab es für seine Lebensgefährtin Nadine Buschmann. Für den CDU-Stadtverband Rosenthal gratulierte Thomas Hiepe. Für die Kreis-CDU die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg.

Glückwünsche der Bürgermeister-Kollegen überbrachte der Gemündener Rathauschef Frank Gleim. „Eine Wahlbeteiligung mit einer 7 vorne und ein Ergebnis mit einer 8 – viel besser hätte es nicht laufen können“, meinte Gleim.

Für seine neue Aufgabe hat sich Stefan Jakob einiges vorgenommen. Das Thema Digitalisierung müsse umgesetzt werden. Von den Mitarbeitern wünsche er sich, dass sie nicht nur Sachbearbeiter seien, sondern Projekte in Eigenverantwortung übernähmen, sagte Jakob der HNA.

Die Ergebnisse der Wahlbezirke

  • Kulturhalle: 241 Stimmen für Jakob (85,77 %).
  • Kernstadt + Willershausen: 263 (85,11 %).
  • Roda: 154 (79,38 %).
  • Briefwahl 1: 225 (76,79 %)
  • Briefwahl 2: 198 (82,16 %).

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