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Feuchtigkeit in Wänden: Rosenthaler Sport- und Kulturhalle wird für 300.000 Euro saniert

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Von: Susanna Battefeld

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Rückseitige Ansicht: Das Mauerwerk an der Sport- und Kulturhalle in Rosenthal wurde freigelegt, weil die Wände zu den Toiletten hin feucht waren. Im Bereich der bodentiefen Fenster soll ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.
Rückseitige Ansicht: Das Mauerwerk an der Sport- und Kulturhalle in Rosenthal wurde freigelegt, weil die Wände zu den Toiletten hin feucht waren. Im Bereich der bodentiefen Fenster soll ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. © Susanna Battefeld

Die Sanierung der Halle in Rosenthal schreitet voran: Bis Ende Mai 2022 sollen die Arbeiten im sechsstelligen Bereich abgeschlossen sein – wenn alles nach Plan läuft.

Rosenthal – Die Bauarbeiter haben schon ganze Arbeit geleistet beim sechsten Bauabschnitt der Sanierung der Rosenthaler Sport- und Kulturhalle: Mit Hilfe eines Baggers wurde nicht nur das Kellergeschoss am Eingangsbereich freigelegt. Auch im Foyer wurde bereits die Deckenverkleidung entfernt und der Estrich rausgenommen.

Wegen der laufenden Sanierungsarbeiten sei die Halle im Moment nur eingeschränkt nutzbar, teilte Rosenthals Bürgermeister Stefan Jakob jetzt bei einem Ortstermin mit. Wenn alles nach Plan laufe, es insbesondere keine Materialengpässe gebe, sollen die Arbeiten bis Ende Mai abgeschlossen sein.

„Die Wände mussten rundherum ausgekoffert werden, weil Feuchtigkeit im Untergeschoss festgestellt worden war“, sagte Stefan Jakob. Dort werde jetzt eine Dämmschicht aufgebracht und eine Drainage verlegt, ergänzte Architekt Holger Winter.

Barrierefreies Gebäude entsteht

Um das Gebäude barrierefrei zu machen, werde auf der Rückseite ein rollstuhlgerechter Eingang geschaffen, der über einen gepflasterten Weg erreicht werden kann. „Dazu wird der Dachüberstand verlängert“, erläuterte Jakob. Die ursprünglich vorhandene Rampe auf der Vorderseite sei zu steil.

Mit Plan: (von links) Bürgermeister Stefan Jakob, Architekt Holger Winter und Heinz-Peter Schäfer von der Stadtverwaltung im Foyer der Sport- und Kulturhalle, das komplett neu gemacht wird.
Mit Plan: (von links) Bürgermeister Stefan Jakob, Architekt Holger Winter und Heinz-Peter Schäfer von der Stadtverwaltung im Foyer der Sport- und Kulturhalle, das komplett neu gemacht wird. © Susanna Battefeld

„Im Foyer wird alles neu gemacht“, sagte Jakob. Da der Estrich gerissen war, habe er rausgenommen werden müssen. „Auf den Boden kommen helle, freundliche Fliesen.“ Außerdem würden eine behindertengerechte Toilette sowie Damentoiletten eingebaut. Auch die Herrentoiletten und das Treppenhaus würden erneuert, so Winter.

320.000 Euro im Haushalt für Sanierung

Im Haushalt seien 320.000 Euro für die Baumaßnahme eingestellt, sagte der Leiter der Finanzabteilung, Heinz-Peter Schäfer. 90 Prozent der Kosten würden über die Hessenkasse finanziert. Das bisherige Auftragsvolumen belaufe sich auf 267 000 Euro – ohne Architektenleistung.

Die Halle könne zum Sport auch während der Sanierungsarbeiten genutzt werden, sagte Jakob. Hierfür müsse jedoch der Nebeneingang genutzt werden. Seniorennachmittage oder Ähnliches seien aber derzeit nicht möglich. Jakob verwies auf Ausweichmöglichkeiten in Willershausen und Roda.

Einige Umbau-Arbeiten seit dem Ursprungsbau in 1965

Nach Angaben von Heinz-Peter Schäfer wurde der Ursprungsbau der Sport- und Kulturhalle 1956 errichtet. 1982 sei der erste Anbau (kleiner Saal und die darunter liegende Gaststätte) erfolgt.

„Im November 2001 wurde der Anbau an die Gaststätte „Rosengarten“ (Wintergarten) in Betrieb genommen“, teilte Schäfer mit. In der Vergangenheit seien unter anderem die Fenster ausgetauscht worden sowie eine neue Küche und Heizung eingebaut worden. (Susanna Battefeld)

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