Katrin Förster macht Kunst mit der Kettensäge

Bei der Arbeit: Katrin Förster arbeitet stets im Freien an ihren Skulpturen. Bei der DORF-eigen-ART können ihr Besucher dabei zuschauen. Foto:  Philipp Daum

Oelshausen/Rosenthal. Wenn Katrin Förster ihrer Kunst nachgeht, wird es laut. Die 52-Jährige aus Rosenthal in Waldeck-Frankenberg erschafft Skulpturen mit der Kettensäge.

Erstmals wird sie in diesem Jahr bei der DORF-eigen-ART in Oelshausen dabei sein und ihre Werke zeigen.

Interessierte können ihr sogar bei der Arbeit mit dem besonderen Werkzeug zuschauen.

Früher hat Katrin Förster Zeichnungen mit Bleistift gemacht, vor etwa acht Jahren hat sie sich dann einmal die Motorsägen genauer angeschaut, die bei ihr Zuhause stehen - ihr Mann ist Förster. Spontan hatte sie die Idee, aus Baumresten etwas Schönes zu formen. „Ich habe es dann einfach mal ausprobiert und es hat mir Spaß gemacht“, sagt die 52-Jährige. Die nötigen Scheine für die Arbeit mit Brennholz hatte sie bereits, alles weitere hat sie sich selbst beigebracht.

Tiere wie Hunde, Adler oder auch Wildschweine, im Schnitt rund 1,50 Meter groß und mit einem Durchmesser von gut 60 Zentimetern, entstehen in aller Regel aus Försters Eichenholz oder Obstgehölz. Dieses Material mache die Kunst dauerhafter, lasse sie nicht so schnell verwittern, sagt sie. Gearbeitet wurde auch draußen. Von Frühling bis Herbst ist ihre Arbeitszeit, allerdings nicht länger als zwei bis drei Stunden am Stück - weil die Motorsäge sehr schwer ist. Passiert ist ihr bei dieser Arbeit bisher zum Glück nie etwas, sagt sie. „Aber die entsprechende Schutzausrüstung ist auch selbstverständlich.“ Neben einer Schnittschutzhose gehört dazu auch ein Helm mit Visier. „Man darf den Respekt nicht verlieren.“

Die Feinarbeiten erledigt sie schließlich mit einem Schnitz-eisen, erklärt sie. Etwa eine Woche braucht sie so bis zur Fertigstellung einer Skulptur, die sie meist im Auftrag erarbeitet. Im Winter ruht die Arbeit. „Ich könnte in unserer Scheune arbeiten, aber die Lichtverhältnisse sind dort nicht so gut wie im Freien“, sagt die Künstlerin.

Dass sie jetzt bei der DORF-eigen-ART in Oelshausen mitmachen darf, hat sie gefreut und überrascht. HR-Reporter Eckhard Braun, ein Freund der Försters, hat sie überredet, sich zu bewerben. Die Jury hat sie schließlich auch ausgewählt und nun wird sie vom 17. bis 20. September ihre Werke in seinem Haus zeigen. Was ausgestellt wird, ist noch nicht ganz klar. Erst einmal müsse man sehen, welche Ausstellungsstücke ins Haus passen, sagt Katrin Förster.

Besucher der Ausstellung dürfen ihr dann auch bei der Arbeit zuschauen. Denn sie wird vor Ort mit der Kettensäge eine neue Skulptur erschaffen. Die Besucher können einen Großteil der gezeigten Arbeiten auch kaufen, sagt sie. Ab etwa 200 Euro sind die Arbeiten aus Holz zu haben.

www.dorf-eigen-art.de

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