Stadt will kein Risiko eingehen

Kita Rosenthal bleibt nach Corona-Fällen bis zum 17. April geschlossen

Eingangsbereich Kita Rosenthal
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Weiterhin geschlossen: Die Kita in Rosenthal öffnet wegen Corona-Fällen erst wieder am 19. April

Die Kindertagesstätte Pusteblume in Rosenthal, die vor Ostern wegen Corona-Fällen geschlossen ist, wird voraussichtlich erst wieder am Montag, 19. April, öffnen.

Rosenthal - Der Kindergarten wurde vorige Woche geschlossen, weil – nach vorangegangenen Coronainfektionen bei Kindern – inzwischen auch Erzieher aus drei verschiedenen Gruppen positiv auf Corona getestet worden sind, wie Waßmuth mitteilte. Die Zahl der Infizierten in Rosenthal ist derzeit relativ hoch. Stand Freitag waren 24 Menschen infiziert, bei zirka 2000 Einwohnern. Zum Vergleich: In Korbach (rund 24 000 Einwohner) lag die Zahl der Infizierten zum selben Zeitpunkt bei 46.

„Betroffen sind sowohl Familien mit Kindern als auch Familien ohne Kinder“, so Waßmuth. Sogar über Ostern, als eigentlich weniger getestet worden sei, seien die Zahlen angestiegen.

Er habe mit dem Gesundheitsamt gesprochen, sagte Waßmuth. Da die Einrichtung bereits vor Ostern geschlossen worden sei, sei die Inkubationszeit zwar eigentlich in der kommenden Woche vorbei. Das Gesundheitsamt habe aber mitgeteilt, dass die Inkubationszeit bei Kindern länger andauern könne und habe deshalb dazu geraten, die Schließung noch um eine Woche zu verlängern. Zudem sei nicht auszuschließen, dass die Quarantänevorschriften nicht immer konsequent eingehalten worden seien. „Deshalb öffnen wir erst am 19. April wieder. Dann sind wir laut Gesundheitsamt auf der sicheren Seite“, sagte Waßmuth.

Nachdem es zunächst Überlegungen gegeben habe, ab kommender Woche drei der sechs Gruppen wieder zu öffnen, habe man sich jetzt in Absprache mit dem Gesundheitsamt umentschieden. Rosenthal wolle natürlich keine „Verbreitungsstelle“ für Corona sein, betonte Waßmuth.

Kita-Leiter Ralf Sewerin, der derzeit selbst in Quarantäne ist, sprach von einer guten Entscheidung zum Wohl der Kinder.

Als „dramatisch“ sieht Waßmuth die Situation trotz der hohen Zahlen in Rosenthal nicht: „Wir haben Platz und können uns alle aus dem Weg gehen“, sagte er. Alle Veranstaltungen seien ohnehin abgesagt. Dennoch bittet er die Bürger um Vorsicht: „Man muss das Risiko auch nicht provozieren.“

Von Susanna Battefeld

Das sagt der Landkreis: Negative Schnelltests befreien nicht von der Quarantäne

Im Zusammenhang mit einer Kita und einer Schule in Rosenthal hat es mehrere Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Alle Kontaktpersonen wurden vom Fachdienst Gesundheit in Quarantäne gestellt und alle weiteren Schutzmaßnahmen eingeleitet. In der Quarantäne wurden und werden aufgrund der Inkubationszeit des Virus zunehmend nach und nach weitere Personen positiv, die jedoch bereits isoliert sind. Hierzu stellt der Landkreis noch einmal klar: Personen, die sich in Quarantäne befinden, können nicht durch einen negativen Schnelltest von der Quarantäne befreit werden. Diese bleibt, wie vom Fachdienst Gesundheit angeordnet, weiterhin bestehen. Schnelltests sind kein Garant dafür, nicht mit dem Virus infiziert zu sein. Sie sind nur eine Momentaufnahme und geben lediglich einen Hinweis darauf, dass man zum Zeitpunkt des negativen Tests mit hoher Wahrscheinlichkeit niemand weiteren anstecken wird, falls man das Virus in sich trägt. Auf eine Verkürzung der Quarantäne haben negative Schnelltests daher in diesem Zusammenhang keine Auswirkung.  sub

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