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Der neue Rosenthaler Bürgermeister Jakob kam mit dem Rad ins Rathaus

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Von: Susanna Battefeld

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Der neue Rosenthaler Bürgermeister Stefan Jakob (Mitte) an seinem ersten Arbeitstag. Hier mit (von links) Heinz-Peter Schäfer, Sabine Jakob, Lothar Lichtenfeld und Annemarie Kornmann. Hinten an der Wand hängt das Hufeisen, das ihm seine Verlobte Nadine Buschmann als Glücksbringer zum Amtsantritt geschenkt hat.
Der neue Rosenthaler Bürgermeister Stefan Jakob (Mitte) an seinem ersten Arbeitstag. Hier mit (von links) Heinz-Peter Schäfer, Sabine Jakob, Lothar Lichtenfeld und Annemarie Kornmann. Hinten an der Wand hängt das Hufeisen, das ihm seine Verlobte Nadine Buschmann als Glücksbringer zum Amtsantritt geschenkt hat. © Susanna Battefeld

Ein dicker Stapel Post und eine von den Mitarbeitern im Büro aufgehängte Willkommens-Girlande haben den neuen Rosenthaler Bürgermeister Stefan Jakob an seinem ersten Arbeitstag im Rathaus erwartet.

Rosenthal - Der 33-Jährige ist – wie sein Vorgänger Hans Waßmuth – mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. „Ich war um halb acht hier“, berichtet Jakob. Die Uhrzeit sei für ihn „ein wenig gewöhnungsbedürftig gewesen“, da er die vergangenen zwei Monate keinen geregelten Arbeitstag mehr gehabt habe. Die Sparkasse hatte ihn bereits Ende 2021 freigestellt. „Heute muss ich zunächst mal hier ankommen und mich zurechtfinden“, sagt Stefan Jakob. Unterstützung hat der Rosenthaler von den Mitarbeitern bekommen, die nicht nur bei der Bearbeitung der Post geholfen haben, sondern ihm auch einen Stempel mit dem Aufdruck „Jakob – Bürgermeister“ zum Einstand geschenkt haben. Zudem habe er bereits am Vorabend seines ersten Arbeitstages viele Whatsapp-Nachrichten bekommen von ehemaligen Kollegen, Freunden und Bekannten.

„Freue mich, dass ich endlich starten kann“

„Ich habe heute Nacht schlecht geschlafen“, verrät der neue Rathauschef. „Jetzt freue ich mich aber darauf, dass ich endlich starten kann.“ Viele Termine standen für gestern noch nicht im Terminkalender: „Heute Abend haben wir Magistratssitzung. Ansonsten werde ich heute unter anderem mal auf dem Bauhof und in der Kita gucken und überall mal Hallo sagen.“ Er wolle nach Möglichkeit mit jedem Mitarbeiter ein Gespräch führen. „Ältestenratssitzung ist für Donnerstag angesetzt“, teilt Jakob mit.

Für kommende Woche stehe auch der Geschäftsverteilungsplan auf der Agenda. „Ich werde alles mal auf den Prüfstand stellen. Das muss nicht partout eine Änderung bedeuten, aber wenn Anregungen aus dem Team kommen, dann machen wir das.“

Eine seiner ersten Aufgaben, die er angehe, werde sein, sich einen Überblick zu verschaffen und in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern für alles, was ansteht, eine neue Prioritätsliste zu erarbeiten, kündigt er an.

Gute Einarbeitung durch Hans Waßmuth

Dank der guten Einarbeitung durch Hans Waßmuth fühle er sich bestens vorbereitet auf seine neuen Aufgaben. Er sei in den vergangenen Wochen nahezu täglich im Rathaus gewesen und habe so von den laufenden Projekten schon viel mitbekommen, sagt Stefan Jakob.

Anrufe hat der neue Bürgermeister am Dienstagvormittag noch nicht bekommen. „Ich habe allerdings auch die Telefonanlage umgestellt – alle eingehenden Anrufe laufen jetzt erst über das Vorzimmer.“ Auch Besucher müssten sich zukünftig dort erst anmelden.

In seinem Büro hat Jakob ebenfalls einige Änderungen vorgenommen: der große Sitzungstisch ist rausgekommen, auch der Schreibtisch seines Vorgängers wurde gegen ein neueres Modell ausgetauscht. An den Wänden hat Jakob einige Luftaufnahmen von Rosenthal aufgehängt. Eine bereits zu Waßmuths Zeiten angeschaffte Glasvitrine mit historischen Exponaten hat er durch Beleuchtung ins rechte Licht gerückt. „Was noch fehlt, ist eine Garderobe“, sagt Jakob.

Hufeisen hat einen Ehrenplatz

Einen Ehrenplatz an der Wand hat bereits ein Hufeisen, das ihm seine Verlobte Nadine Buschmann als Glücksbringen für den Bürgermeisterjob geschenkt hat. „Darunter steht auch die Glücksrakete vom Ersten Stadtrat Konrad Trust und wartet auf ihren Einsatz“, sagt Jakob und zeigt auf die Ecke hinter seinem Schreibtisch. Die Rakete will er nach seinen ersten hundert Tagen im Amt abbrennen.

Von Susanna Battefeld

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