Betreiber-Firma stellte Pläne vor

Rosenthal: Investor will Solarpark bauen

Am Gut Eichhof Richtung Merzhausen: Hier soll der Solarpark Rosenthal entstehen.
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Am Gut Eichhof Richtung Merzhausen: Hier soll der Solarpark Rosenthal entstehen.

Auf der Nutzfläche von Gut Eichhof südlich von Rosenthal wird die Firma Anumar aus Ingolstadt einen Solarpark errichten. Der Vertrag mit Eichhof-Besitzer Emmerich ist bereits unterzeichnet.

Rosenthal – Andreas Klier, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens, das den Park künftig auch betreiben wird, erläuterte den Planungsentwurf am Montagabend in der Stadtverordnetenversammlung. Anwesend war auch Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF).

Die bei solchen Projekten übliche Reihenfolge „Abschluss des Pachtvertrags – Informierung des Bürgermeisters der Kommune – Informierung der Stadtverordneten“ sei beachtet worden, sagte Klier.

Der zirka 70 Hektar große Solarpark werde mit einem Niederwildzaun umzäunt und mit einer Hecke umgrünt, wobei durch eine angemessene Abstandshaltung auch beachtet werde, dass angrenzende landwirtschaftliche Flächen problemlos bearbeitet werden können. Die gesetzlich vorgegebenen Ausgleichsflächen würden selbstverständlich eingehalten, sagte Klier. Es werde keinerlei Beton verarbeitet. Die bislang landwirtschaftlich intensiv genutzte Fläche werde nach Fertigstellung des Parks extensiv genutzt. Geplant seien zum Beispiel Blühwiesen und Flächen für das Weiden von Schafen.

Interessant für die Stadt Rosenthal und ihre Bevölkerung seien vor allem folgende Punkte:

  • 57 Hektar der gesamt 70 Hektar werden überbaut, wobei die Bauhöhe drei Meter nicht überschreiten wird.
  • Es handelt sich um fest ausgerichtete Module; die eventuelle Blendgefahr für zum Beispiel Autofahrer wird bei der Planung berücksichtigt.
  • Die produzierte elektrische Energie wird in das 5,8 Kilometer entfernte Umspannwerk Gemünden eingespeist.
  • Die gesamte Gewerbesteuer bleibt am Ort. Das sei im ersten Jahr eher gering, steige aber später deutlich an. „Je länger die Anlage läuft, desto attraktiver ist es“, so Klier.
  • Beim Bau werden regionale Unternehmen mit eingebunden.
  • Da die Bedeutung von Elektromobilität in Zukunft zunehmen wird, sei die Errichtung von Elektrotankstellen für E-Autos und von Ladestationen für E-Bikes in der Kernstadt geplant. Die Kosten dafür übernimmt Anumar.
  • Ein sogenannter Energielehrpfad mit Infotafeln, Ruhebänken oder Ähnlichem könnte touristisch interessant sein und die Kommune in dieser Hinsicht aufwerten.
  • Beginn des Bauvorhabens soll so schnell wie möglich erfolgen, ist wegen Corona aber noch unklar.
  • Nach Fertigstellung wird ein Tag des offenen Solarparks stattfinden, an dem auch über eine Bürgerbeteiligung finanzieller Natur entschieden werden kann.
  • Daran interessierte Landwirte können sich an Bürgermeister Waßmuth wenden.

Von Marise Moniac

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