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Bad Wildungen: Kellerwaldverein bringt Regionalbudget auf den Weg

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Von: Cornelia Höhne

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In den Neubau des Besucherzentrums an der Edertalsperre fließen Fördergelder aus dem Regionalbudget.
In den Neubau des Besucherzentrums an der Edertalsperre fließen Fördergelder aus dem Regionalbudget. © Cornelia Höhne

Der Verein Region Kellerwald-Edersee mit Sitz in Bad Wildungen hat das Regionalbudget für 2022 auf den Weg gebracht.

Bad Wildungen – Rund 100 000 Euro fließen über den Kellerwaldverein in die regionale Entwicklung. Das Budget fällt in diesem Jahr mit 90 000 Euro aber deutlich geringer aus, bedauert Regionalmanagerin Lisa Küpper. 10 000 Euro sind an Eigenmitteln kalkuliert.

„Die Projekte sind in Umsetzung“

Küpper: „Obwohl wir in diesem Jahr kaum Werbung gemacht hatten, hat uns eine Vielzahl an Anfragen und Projektskizzen erreicht.“ Der Vorstand hat die eingereichten Projektskizzen diskutiert und eine Auswahl getroffen, sagt der Vorsitzende, Bürgermeister Ralf Gutheil.

Im Rahmen einer Gesamtmaßnahme wurden 15 Projektvorhaben für eine Förderung angemeldet. „Die Maßnahme wurde bereits genehmigt, die Projekte sind in Umsetzung.“

„Auch kleinere Maßnahmen dabei, die aber große Wirkung haben“

Gefördert werden Projekte bis knapp 20 000 Euro. Küpper: „Es sind auch kleinere Maßnahmen dabei, die aber große Wirkung haben.“

Umgesetzt werden sie in verschiedenen Kommunen.

Waldeck: Verbesserungen an der Familienbewegungsstätte am Sportplatz (Brutto-Investitionen 17 000 Euro) und Digitalisierung der Dorfstube in Niederwerbe (15 000 Euro). Bad Wildungen: Medien- und Freizeitausstattung des Jugendraumes in Mandern (1500 Euro), Wassererlebnisprojekt in Armsfeld (15 000 Euro). Edertal: Konzeption und Umsetzung eines Zeitstrahls im Besucherzentrum am Edersee (16 600 Euro) und mobiles Spielgerät (2600 Euro). Frankenau: Aufwertung des Außenbereichs am Archeschiff (7700 Euro).

Projekt aus dem Regionalbudget 2022: Am Archeschiff in Frankenau entsteht ein aus dem Regionalbudget geförderter Aufenthaltsbereich.
Projekt aus dem Regionalbudget 2022: Am Archeschiff in Frankenau entsteht ein aus dem Regionalbudget geförderter Aufenthaltsbereich. © Kellerwaldverein/pr

Weitere Projekte werden in anderen Kommunen gefördert.

Vöhl: Wiederbelebung des Sportplatzes in Marienhagen (2300 Euro). Lichtenfels: Treff-/Spielorte in Rhadern (8400 Euro). Fritzlar: Schilder zur Erläuterung von Straßennamen (2200 Euro), Bau eines Lagerraums am Sauerbrunnen in Geismar (16 800 Euro) und Ausschilderung Malerwinkels bis Büraberg. Jesberg: Funktionsverbesserungen am DGH Jesberg-Elnrode (3600 Euro). Haina: Kauf einer Saftpresse für Oberholzhausen (2000 Euro). Bad Zwesten: Naturerlebnisangebot für die Kita Welt-Endecker (12 300 Euro).

Vorstand des Kellerwaldvereins hat auch Leader-Projekte befürwortet

Der Vorstand des Kellerwaldvereins hat auch einige Leader-Projekte befürwortet.

Die Gemeinde Jesberg plant einen Ninja-Warrior-Parcours. Das Projekt wurde im Dialog mit den örtlichen Jugendlichen entwickelt. Der Standort am Freizeitgelände, wo sich auch Campingplatz, Wanderparkplatz des Naturparks, Spielplatz und eine Bushaltestelle befinden, bietet nach Ansicht des Vorstands gute Grundlagen für das Vorhaben.

Musikinstrumente und „Ahle Worscht“

Ebenfalls in Jesberg ist die Erweiterung eines Betriebes für Musikinstrumente- und Klangmöbelbau geplant. Der Betrieb, der neben dem Instrumentebau auch musikpädagogische Workshops und Seminare anbietet, ist derzeit auf fünf Standorte verteilt. Die Fertigung soll nun an einem Ort zusammengeführt werden. Zusätzlich zu den sieben bestehenden Arbeitsplätzen sollen zwei weitere geschaffen werden, darunter ist auch ein Ausbildungsplatz.

In einem Fritzlarer Ortsteil erweitert ein Direktvermarkter seinen Betrieb, der Schweine mästet und „Ahle Worscht“ herstellt. Um die Arbeitsabläufe zu verbessern, insbesondere vom Hof zum Schlachthof und zurück, sollen ein Kühlanhänger und ein Kochkessel angeschafft werden.

Aussichtsplattform für Fritzlarer Wehrturm

Die Stadt Fritzlar will den Steingossenturm aufwerten. Der mittelalterliche Wehrturm, ein Teil der ehemaligen Verteidigungsanlage Fritzlars, soll gesichert und mit einer Aussichtsplattform ausgestattet werden. Das stadtgeschichtliche Zeugnis kann so kulturell-touristisch genutzt und zugänglich gemacht werden. Der Steingossenturm wird in den vorhandenen „Rondengang“ eingebunden.

In Bad Wildungen erweitert ein Orthopädietechniker seinen Betrieb. Es entstehen drei neue Arbeitsplätze in diesem für den Gesundheitsstandort Bad Wildungen wichtigen Sektor. (Cornelia Höhne)

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