Sänger aus vier Chören musizierten für verstorbenen Freund

Ausdrucksstark: Die Frauen und Männer des Chores Happiness unter der Leitung von Andrea Ayora Escandell wussten auch durch ihre Choreografie zu gefallen. Fotos: Moniac

Birkenbringhausen/Frankenberg. Es war ein bewegender Abschied: Vier Chören gestalteten zur Erinnerung an einen verstorbenen Freund ein Benefizkonzert.

Der Anlass war traurig, doch dann wurde es ein Abend voll mitreißender Energie, Freude und Dankbarkeit: Das Benefizkonzert der drei Chöre des MGV Birkenbringhausen (Leitung: Karl-Heinz Wenzel) und des Chors Happiness (Leitung: Andrea Ayora Escandell) begeisterte die Zuhörer in der voll besetzten katholischen Kirche Mariae Himmelfahrt Frankenberg und geriet zu einer Hommage an den niveauvollen Chorgesang.

Vorsitzender Erich Naumann erinnerte in seiner Begrüßung an den Vereinskollegen und engagierten Mitsänger Uli Holzapfel, der bis zu seinem Tod im Februar im Hospiz Marburg betreut worden war. Als Dank für die liebevolle Pflege soll der Erlös des Konzerts der Arbeit der Hospize in Marburg und Frankenberg zugute kommen.

Der Männerchor des MGV, der Frauenchor „Cantabile“, der gemischte Chor T(H)erzsprung und der Chor Happiness aus Burgwald: Jede der vier Gruppen gestaltete einen Liedblock mit Werken aus ihrem Repertoire, die in direktem Zusammenhang mit dem Verstorbenen standen oder auch Freundschaft, Verlust, Mitgefühl und die Hoffnung auf ein friedvolles Miteinander thematisierten.

Schöne, bewegende alte Volkslieder wie „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“ und „Der Mond ist aufgegangen“ standen ebenso auf dem Programm wie Lieder zum Abschied („Time to Leave“, „Fly With Me“, „Übern See“) und zum Trauern über den Verlust („He Is Always Close to You“, „City of My Heart“ oder „Sehnsucht“). Uli Holzapfels Lieblingslied („Wings of A Dove“) durfte natürlich genauso wenig fehlen wie das Ausdrücken der Freude am gemeinsamen Singen und der Dankbarkeit für die Musik, die auch in schwierigen Lebenslagen hilft („Thank You For The Music“).

Bei einigen Liedern kamen Begleitinstrumente (Gitarre: Frank Leyhe, Cajon: Daniel Ayora Escandell und Klavier: Daniel Strauch) und Solostimmen zum Einsatz, so die von Kornelia Linne („Shenandoah“), Pia Bornscheuer („City of My Heart“) und Horst Wickenhöfer („Kumbayah, my Lord“). Auch die beiden Chorleiter gedachten des verstorbenen Freundes mit anspruchsvollen Songs („Bridge Over Troubled Water“, „Nella fantasia“) zu den Themen Hoffnung, Vertrauen und Gerechtigkeit.

„Diese Welt müsste groß genug, weit genug, reich genug für uns alle sein“, sang Udo Jürgens in „Ich glaube“, eine Feststellung, der die Konzertbesucher wohl ausnahmslos zustimmten.

Zum Abschluss gab es noch einmal „große Bühne“, als alle vier Chöre das berührende Abendlied „Herr, bleib bei mir“ mit dem Text von Theodor Werner anstimmten und nach und nach durch den Mittelgang die Kirche verließen.(zmm)

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