Sanierung der Polizeistation: Das Ende ist in Sicht

Ende in Sicht: Schon im Frühjahr kommenden Jahres sollen die Sanierungsarbeiten an der Polizeistation in der Breslauer Straße in Frankenberg abgeschlossen sein. Darauf freuen sich auch der stellvertretende Dienststellenleiter Jörg Petter (links) und Polizeipressesprecher Volker König. Foto: mjx

Frankenberg. Das Gebäude ist voll eingerüstet, die Arbeiten laufen auf Hochtouren, die Handwerker drücken sich die Klinke in die Hand - es wird gehämmert und gebohrt: Schon seit Wochen und Monaten ist die Polizeistation an der Breslauer Straße in Frankenberg eine riesige Baustelle. Die Dienststelle wird mit großem Aufwand umgebaut und saniert - vom Dach über die Fassade bis zum Keller.

Bauherr ist das Land Hessen, die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 2,2 Millionen Euro. Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann wird das Gebäude die Ausstattung und den Charme des 21. Jahrhunderts haben – mit modernen Büros, mit neuen Türen, mit einem neuen barrierefreien Eingangsbereich und auch mit einer neuen Wache.

Besonders großen Wert legt das Land auf die energetische Sanierung der mittlerweile 56 Jahre alten Polizeistation. Deshalb wurde die Frankenberger Polizeistation auch in das Energieeffizienzprogramm des Landes aufgenommen. „Die komplette Dienststelle wird von Kern auf energetisch saniert“, erklärten Polizei-Pressesprecher Volker König und Jörg Petter, der stellvertretende Leiter der Polizeistation, bei einem Ortstermin.

Deutliche Einsparung

„Nach Abschluss der Arbeiten beträgt die jährliche Kohlenstoffdioxid-Reduktion 37 Tonnen.“ Das führe zu Einsparungen der Energiekosten in Höhe von 17 000 Euro pro Jahr. König: „Das ist schon ein stolzer Betrag.“ Eine neue Pelletkesselanlage wurde bereits eingebaut, eine Photovoltaik-Anlage wird das Gebäude noch erhalten.

Das Besondere an den Sanierungsarbeiten: Alle laufen im „Echt-Betrieb“. Während einer Vernehmung dröhnt auch schon mal ein Presslufthammer, während einer Besprechung wird schon mal eine Wand durchbrochen. „Natürlich stört das den Dienstbetrieb. Aber unsere Beamten und Mitarbeiter nehmen den Baulärm und die Einschränkungen während der Arbeitszeit in Kauf. Alle gehen professionell damit um“, sagen König und Petter. Und: „Das Ende ist in Sicht. Alle freuen sich schon darauf, dass wir im Frühjahr praktisch ein neues Gebäude haben werden.“

Die alte Polizeistation wegen des enormen Umfangs der Sanierung dem Erdboden gleichzumachen und ein neues Gebäude zu bauen, kam nach den Worten von König und Petter nicht infrage - das habe eine vorherige Kostenanalyse ergeben. Mit dem Umbau wurden gleichzeitig auch die aktuellen Bedürfnisse der Frankenberger Beamten erfüllt: Die Beleuchtung wurde komplett erneuert, die Fenster wurden ausgetauscht und in den alten Fahrzeughallen wurden neue Umkleide- und Sanitärräume geschaffen: „Die Werkstatt wurde aufgelöst, Reparaturen werden nach außen vergeben. Auch den aktuellen Anforderungen an den Brandschutz wurde bei der Sanierung Rechnung getragen – im kompletten Gebäude wurden Brandschutztüren eingebaut.“ (mjx)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.