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Eppe: Schon wieder Ärger
mit der Telekom

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Von: Julia Janzen

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Schon wieder nicht erreichbar: Mindestens neun Einwohner von Eppe sind seit zwei Monaten von einer Störung im Telekom-Netz betroffen.
Schon wieder nicht erreichbar: Mindestens neun Einwohner von Eppe sind seit zwei Monaten von einer Störung im Telekom-Netz betroffen. © Symbolfoto: Karl-Josef Hildebrand/DPA

Erst gut ein halbes Jahr ist es her, dass knapp 50 Epper über Wochen telefonisch nicht zu erreichen gewesen sind. Nun gibt es wieder Ärger mit der Telekom: Mindestens neun Anschlüsse sind nicht zu erreichen – und das seit mittlerweile zwei Monaten.

Korbach-Eppe - Vier Mal habe er in den vergangenen Monaten die Hotline angerufen und vier Mal sei er in Korbach im Telekom-Shop gewesen, sagt Norbert Figge. Einmal sei ihm gesagt worden, dass ab Mitte März alles wieder funktionieren solle, doch passiert sei nichts. Zigmal sei er vertröstet worden von Mitarbeitern an der Hotline. Seit zwei Monaten kann er nun weder telefonieren, noch ins Internet gehen. Muss er online etwas erledigen, muss er zu Freunden oder Nachbarn gehen, die nicht Kunden der Telekom sind.

Figge ärgert sich vor allem auch darüber, dass trotz Funkstille jeden Monat Geld abgebucht werde von der Telekom. Das ist auch bei Erna Iske der Fall. Mehr als 20 Euro sind jeden Monat weg, obwohl sie seit zwei Monaten telefonisch von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die 85-Jährige hat zwar noch ein Handy, doch der Empfang damit sei schlecht. Sie macht sich Sorgen, dass sie im Notfall niemanden erreichen kann. „Es muss jetzt etwas passieren“, sagt sie.

Eppes Ortsvorsteher Markus Schüttler hat auch schon mehrfach Kontakt zur Telekom aufgenommen. Ein Telefonkabel sei rund 40 Jahre alt, sagt er. „Das müsste eigentlich erneuert werden.“ Seit die Störung bestehe, klafften auch zwei Baulöcher an einem Feldweg Richtung Goddelsheim. Doch passiert sei wochenlang nichts, sagt Schüttler. Vergangene Woche dann sei eines der Löcher plötzlich wieder zugeschüttet worden. Doch die Leitungen waren noch immer tot.

Nicht nur für den Ortsvorsteher waren die Baugruben ein zusätzliches Ärgernis. Zum einen seien die Stellen nur notdürftig abgesichert gewesen, zum anderen sei das Vorbeifahren für Landwirte mit ihren großen Fahrzeugen schwierig. Die seien gezwungen, auf die Bankette auszuweichen, die dadurch wiederum kaputt gehe. Doch nicht nur Landwirte nutzen die Strecke, auch Radfahrer, Spaziergänger und Autofahrer, die zum nahen Wanderparkplatz wollen, seien dort unterwegs.

Auf Nachfrage sagt ein Sprecher der Telekom, dass beim Breitbandausbau für die Schulen das Hauptkabel beschädigt worden sei. „Dies ist auch der Grund für die langwierige Instandsetzung.“ Schadstelle für Schadstelle werde repariert, teils würden auch ganze Kabelabschnitte ausgetauscht. „Somit täuscht der Eindruck, dass nichts geschieht. Auch ist ein Kupferkabel mit einem vermeintlichen Alter von 40 Jahren eher im „besten Alter“.“

Betroffen seien rund 35 Kunden. „Soweit möglich, haben wir für diese Kunden Ersatzschaltungen vorgenommen. Somit gibt es für diese Kunden keine Beeinträchtigungen“, sagt der Sprecher. „Alle anderen können Lösungen unseres Service in Anspruch nehmen, möglich sind zum Beispiel Anrufweiterschaltungen auf einen Mobilfunkanschluss.“

Wer die Leistungen derzeit nicht nutzen könne, müsse sie „selbstverständlich“ auch nicht bezahlen. Diese Kunden sollten sich einfach unter der Servicenummer 0800/33 01000 melden.

Bis die Arbeiten am Kabel abgeschlossen seien, dauere es „aufgrund der multiplen Fehlerstellen“ noch ein bis zwei Wochen.

Von Julia Janzen

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