1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Schon mehr als 144.000 Mal geklickt: Autofans zeigen Schrauber-Alltag bei YouTube

Erstellt:

Von: Julia Janzen

Kommentare

Mehrere junge Männer mit Autos und einem Motorrad.
Blank polierte Youngtimer: Luca Andree (von links) mit einem Zweitakter von Yamaha, Dennis Küthe mit seinem Golf I Baujahr 1983, Fabian Küthe mit seinem Audi S2 von 1992 und Kevin Küthe mit seinem Golf GTI, gebaut im Jahr 1983. © Julia Janzen

Mehr als 144 000 Mal wurden ihre Videos bereits angeschaut: Fabian, Dennis und Kevin Küthe sowie Luca Andree geben Zuschauern auf YouTube einen Einblick in ihren Alltag als Autoschrauber und nehmen sie auch mit auf die Rennstrecke beim Autocross.

Diemelsee/Marsberg - Schon 2013 haben die Küthes den YouTube-Kanal gegründet, der ihren Namen trägt: Küthe Motorsport. Damals waren die Videos einfach gehalten, zeigten aus der Beifahrer-Perspektive Rennen beim Autocross und das unkommentiert. Dann kam Corona, Rennen fanden nicht statt und spontan entstand die Idee, sich selbst beim Schrauben zu filmen.

Anfang 2021 haben sie das erste Video gemacht, seitdem sind knapp 80 weitere hinzu gekommen. Weil sie selbst aber wenig Ahnung haben vom Videoschnitt, kam schnell Luca Andree hinzu. Während Dennis, Fabian und Kevin Küthe nun vor der Kamera stehen, erzählen und tüfteln, steht Luca Andree hinter der Kamera und sorgt am Ende dafür, dass aus jeweils mehr als 120 einzelnen Szenen ein Video wird.

Ein Motor mit Gravur
Gravur am Motor: Dennis Küthe hat den Motor seines Golfs selbst graviert. Der Schriftzug Küthe Motorsport ist dort zu lesen. © Julia Janzen

Ob den Zusammenbau von Motor und Getriebe, Probefahrten, den Umbau des Innenraums oder ein Rennwochenende: Etwa alle zwei Wochen gibt es auf dem Kanal Küthe Motorsport ein neues Video, das Einblick in das Hobby der Cousins und Freunde bietet. Mehr als 1200 Abonnenten haben sie mittlerweile und während es anfangs nur Freunde waren, die sie auf ihre Videos ansprachen, „schauen uns die Leute jetzt schon beim Filmen auf den Rennen zu“, sagt Fabian Küthe. Der Spaß steht für sie beim Filmen im Vordergrund. Aber auch Wissen wollen sie vermitteln.

Das passiert meist in einer der beiden Werkstätten im Raum Diemelsee, in denen sie schrauben. „Wir geben viel Know-how weiter“, sagt Dennis Küthe. Während Kevin Küthe gelernter Kfz-Mechatroniker ist und gerade den Meister macht, sind die anderen Autodidakten, die im Elternhaus geprägt wurden und sich das meiste selbst beibrachten.

Felge eines Autos
Bis ins Detail: Die Felgen am Golf von Kevin Küthe sind goldfarben. © Julia Janzen

Locker erzählen sie in ihren Filmen, was sie machen und wie es funktioniert, bei ihren Autocross-Rennen nehmen sie die Zuschauer mit auf die Strecke. Wer sich die Filme anschaut, soll das Gefühl haben, live dabei zu sein.

Meistens sind es Young- und Oldtimer, die in der Werkstatt stehen. Mit Neuwagen können die 18- bis 29-Jährigen nicht viel anfangen, ihr Herz schlägt für ältere Fahrzeuge. Mit einem älteren Wagen seien einfach mehr Emotionen verbunden, sagt Fabian Küthe. Mehrere Autos besitzt jeder von ihnen. Das älteste ist ein Käfer, Baujahr 1956, das neueste ist ein Audi S2, gebaut 1992. Schon oft sind es Scheunenfunde gewesen, die sie gekauft und restauriert haben. Dabei machen sie alles selbst, auch um die Kosten im Rahmen zu halten. Dennoch: In ihr Hobby stecken sie viel Zeit, Geld und Herzblut.

Das gilt fürs Schrauben ebenso wie für die Rennen. Fünf bis zehn fahren sie jedes Jahr, bis zu 300 Kilometer Anreise nehmen sie dafür schon mal in Kauf. Sie wollen Meistertitel gewinnen, „und wir versuchen, wie ein Formel-1-Team ranzugehen“, sagt Dennis Küthe.

Die Autofans haben auch einen Account bei Instagram und bei Facebook. jj

Auch interessant

Kommentare