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Schüler lernen Nachhaltigkeit: 35 Klassen in Waldeck-Frankenberg machen mit

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Von: Julia Janzen

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Auf Tuchfühlung: Die Zweitklässler der Ederseeschule haben mit Betriebsleiter Tobias Hofius den Schanzenhof bei Bad Arolsen erkundet und dabei auch die Kälbchen kennengelernt.
Auf Tuchfühlung: Die Zweitklässler der Ederseeschule haben mit Betriebsleiter Tobias Hofius den Schanzenhof bei Bad Arolsen erkundet und dabei auch die Kälbchen kennengelernt. © Julia Janzen

Seit gut einem Jahr gibt es für Grundschulklassen im Landkreis die Möglichkeit, an der Initiative „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) teilzunehmen. Aktuell machen 35 Schulklassen dabei mit, zwei Grundschulen lassen sich zudem zertifizieren. Nun soll die Initiative auf weitere Jahrgänge und auf die Förderschulen ausgeweitet werden.

Waldeck-Frankenberg – Bei BNE steht Nachhaltigkeit im ökologischen und gesellschaftlichen Sinn im Mittelpunkt. Zu möglichen Themen, mit denen sich die Schüler über ein oder auch zwei Jahre beschäftigen können, gehören unter anderem Landwirtschaft, Klima, Insekten, Müllvermeidung, fairer Handel, Kinderrechte und Diversität. Schließt eine Klasse das Projekt ab, gibt es das BNE-Diplom „Clever macht Zukunft“.

30.000 Euro stehen insgesamt für die teilnehmenden Klassen im Kreishaushalt bereit, sagt Ann-Katrin Heimbuchner, Pressereferentin des Landkreises. Das Geld kann genutzt werden für Ausflüge, aber auch als Aufwandsentschädigung für die außerschulischen Partner. 20 bis 25 Kooperationspartner gebe es derzeit, „von denen die verschiedenen Bereiche der Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie, Soziales – abgedeckt werden“.

Neben regionalen Partnern wie dem Nationalpark, den Naturparken, den Weltläden und dem Netzwerk für Toleranz gebe es auch überregionale Partner wie die Bundesinitiative „Bürgerdialog Stromnetz“ oder das mobile Bildungsangebot „NawaTour“ des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen. In der Kreisverwaltung gehören auch der Fachdienst Landwirtschaft und der Geopark Grenzwelten dazu. Weitere geeignete Kooperationspartner würden ständig gesucht, so Heimbuchner.

Nach „erfolgreichem ersten Durchgang im Grundschulbereich sowie in einer Pilot-Förderschule“ habe sich der Landkreis nun entschieden, BNE auszuweiten. Künftig können auch die Jahrgänge fünf und sechs teilnehmen sowie Förderschulen. Eine Auftaktveranstaltung für Lehrer und Schulleitungen gab es bereits. „Die Rückmeldungen der Anwesenden waren sehr positiv, sodass davon ausgegangen werden kann, dass das Konzept auch in den weiteren Schulformen erfolgreich anlaufen wird,“ sagt Raphael Chirakakis, BNE-Koordinator in der Kreisverwaltung. Generell gebe es für das kommende Schuljahr bereits Anfragen von Schulklassen, sagt Ann-Katrin Heimbuchner.

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