Corona trübt die Freude – Zwei Wochen nur mit Maske

Schulbeginn für 1400 Kinder in Waldeck-Frankenberg

Die sechsjährige Lotta Schulz aus Battenberg hat ihren Schulranzen schon gepackt. Am Dienstag wird sie eingeschult.
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Die sechsjährige Lotta Schulz aus Battenberg hat ihren Schulranzen schon gepackt. Am Dienstag wird sie eingeschult.

Für 1400 Jungen und Mädchen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg beginnt in dieser Woche der „Ernst des Lebens“; sie kommen in die Schule.

Waldeck-Frankenberg - An 43 Schulen im Landkreis finden am Dienstag und Mittwoch Einschulungsfeiern statt, mit denen die „i-Männchen“ fröhlich in den Schulen begrüßt werden. Im vergangenen Jahr waren 1350 Kinder – also 50 weniger – eingeschult worden.

Allerdings trübt die Corona-Pandemie weiterhin die Freude über den ersten Schultag. „Wir setzen auf umfassende Hygienemaßnahmen wie die Präventionswochen zu Schuljahresbeginn sowie Selbst- und Schnelltests“, sagt Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Das bedeutet: In den beiden ersten Unterrichtswochen müssen alle Schüler – auch die Schulanfänger – konsequent Masken tragen, auch während des Unterrichts. Auch im Freien, während der Pausen, empfiehlt das Ministerium „dringend“, einen Mund-/Naseschutz zu tragen. Außerdem müssen sich die Schulanfänger während der ersten beiden Wochen dreimal (bisher zweimal) selbst auf das Corona-Virus testen.

Kein Distanz- oder Wechselunterricht vorgesehen

Das neue Schuljahr startet in ganz Hessen mit Präsenz-Unterricht. Auch bei möglicherweise steigenden Inzidenzwerten soll es nach dem aktuellen Eskalationskonzept keine Schulschließung und damit auch keinen Distanz- oder Wechselunterricht mehr geben.

„Das Tragen der Maske ist nicht das Problem, sondern eher das Testen“, sagt Rektorin Dörte Grell von der Grundschule in Edertal-Bergheim. Dort werden 87 Kinder, verteilt auf drei erste Klassen und eine Vorschulklasse, eingeschult. „In Kleingruppen werden die Kinder individuell auf das Testen und das Tragen der Maske vorbereitet. Außerdem werden die aktuellen Hygieneregeln auf Plakaten in den Klassenräumen hängen“, erklärt Dörte Grell.

Alles für die Einschulung ist genau geregelt

Pro Schulanfänger zwei Erwachsene und je eine weitere Person, Kontaktdatenerfassung, kindgerechtes Hygienekonzept, Einbahnstraßenregelung, Kontrollen am Eingang, verpflichtende Testbescheinigungen auch für Schulanfänger: Auch in der Allendorfer Schule am Goldberg ist für die Einschulungsfeiern alles genau geregelt. Laut Schulleiterin Christina Specht haben am Dienstag und Mittwoch 71 Kinder in vier Lerngruppen ihren ersten Schultag: es gibt drei erste Klassen und eine Vorschulklasse. „Wie man einen Selbsttest durchführt, ist das erste Unterrichtsthema“, sagt Christina Specht.

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