Schutz für den Hirschkäfer

Hirschkäfer: Kein Holzeinschlag mehr in Naturschutz-Kernflächen des Burgberges

Eindrucksvoll: Ein Hirschkäfer wärmt sich auf unserem Archivbild in der Morgensonne auf einem Baumstumpf in einem Wald. Im Burgberg von Battenberg ist der Schutz und Erhalt der Eichenwaldbestände zum Erhalt der vorkommenden Hirschkäfer-Population vorrangig. Foto: dpa

Battenberg. „Kein Holzeinschlag mehr im Battenberger Burgberg im Bereich der ausgewiesenen Naturschutz-Kernfläche“, so die Information von Frank Röbert (Hessen-Forst Forstamt Frankenberg).

Kürzlich wurde eine große Informations-Tafel am unteren Burgberg-Weg aufgestellt. Revierförster Jochen Hörder präsentierte den neuen Hinweis.

Röbert informierte, dass bereits in den vergangenen Jahrzehnten auch auf Grund der schwierigen Holzabfuhrbedingungen und dem Status als Erholungswald keine geregelte Nutzung mehr stattfand. Jetzt stehe es aber endgültig fest: Im 30 Hektar großen staatlichen Battenberger Burgberg wird nie wieder eine forstwirtschaftliche Nutzung erfolgen.

Es dürfen lediglich noch Eingriffe bezüglich einer naturschutzfachlichen Aufwertung oder zur Wahrung der Verkehrssicherheit an den Wegen zur Ausführung kommen. Im Burgberg Battenberg ist der Schutz und Erhalt der Eichenwaldbestände zum Erhalt der vorkommenden Hirschkäfer-Population vorrangig. Deshalb wurde dieser Wald auch als FFH-Schutzgebiet der Europäischen Union gemeldet. Das Forstamt Frankenberg hat mit der Anlage einer „Hirschkäferwiege“ vor zwei Jahren auch eine Artenhilfsmaßnahme umgesetzt.

Mehr über die Stilllegung als „Kernfläche Naturschutz“ im Rahmen der seit fünf Jahren gültigen „Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald“ lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Peter Bienhaus

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