Fünf weitere geplant

Sechste Ladesäule in Willingen in Betrieb gegangen

Die Spitzenposition bei Ladesäulen im Kreis hat Willingen wegen der Gäste: Jüngst nahmen (von links) Thomas Trachte, Stefan Schaller, Christoph Bangert vom Bauamt und Marc Plaßmann eine am Kurgarten in Betrieb.
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Die Spitzenposition bei Ladesäulen im Kreis hat Willingen wegen der Gäste: Jüngst nahmen (von links) Thomas Trachte, Stefan Schaller, Christoph Bangert vom Bauamt und Marc Plaßmann eine am Kurgarten in Betrieb.

In Willingen bauen Energieversorger EWF und die Gemeinde das Netz an Ladesäulen für Elektrofahrzeuge weiter aus – die Spitzenposition im Kreis ist dem Tourismus geschuldet.

Willingen (Upland) – Von einer auf elf Ladesäulen wird das öffentliche Angebot für Elektro- und Hybridfahrzeug in Willingen derzeit ausgebaut: Bürgermeister Thomas Trachte und EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller nahmen am Dienstag eine neue Anlage auf dem Kurgarten-Parkplatz in Betrieb, zusammen damit geht eine am Stryckparkplatz ans Netz.

Die schon länger bestehende Anlage am Besucherzentrum wurde erneuert, vor einigen Wochen nahm die EWF zusammen mit dem Ski-Club Willingen eine an der Mühlenkopfschanze in Betrieb. Lademöglichkeiten für jeweils zwei Elektrofahrzeuge wurden auch bei der Ettelsberg-Seilbahn und in der Nähe des Sesselifts K1 geschaffen. In den nächsten Tagen fertiggestellt werden sollen noch Stationen am Orenberg-Parkplatz in der Waldecker Straße und am Usselner Freibad. In Planung befinden sich drei Säulen am Lagunenbad – die werden aufgestellt, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

„Willingen ist führend im Landkreis, sowohl bei der Anzahl als auch bei den Standorten“, erklärte Stefan Schaller – öffentliche Säulen seien besonders für diejenigen wichtig, die nicht zu Hause oder an der Arbeit aufladen können, also etwa Urlauber. „Wir haben da einen guten Weg beschritten“, befand auch Thomas Trachte – ohne die EWF wäre das nicht möglich. Der Bedarf sei wegen des Tourismus hoch, gerade in den Niederlanden ist die E-Mobilität beliebt. DIe Säulen dienten aber auch der Versorgung der heimischen Bevölkerung.

„Die Gemeinde Willingen ist sehr interessiert, im Bereich des Klimaschutzes ihren Beitrag zu leisten“, so der Bürgermeister – und immerhin könne sei eine Menge Mosaiksteinchen zum Gesamten beitragen. Die Wirtschaft wurde für Vorschläge miteinbezogen, so dass touristisch genutzte Ziele gut besetzt werden konnten, erklärt der Willinger Wirtschaftsförderer Dieter Pollack, der das Projekt zusammen mit Christoph Bangert von Seiten der Gemeinde unterstützte. Wenn die Produktion von Verbrennern eingestellt werden soll, sei es wichtig, nun die Infrastruktur zu schaffen.

Insgesamt erweitert die EWF ihr Ladenetz in diesem Jahr von fünf auf 32 Stationen – mit 20 Prozent Förderung durch das Bundesverkehrsministerium. Damit wolle sie auch das „Henne-Ei-Problem“ angehen, erklärt Schaller: „Wo es keine Säulen gibt, fährt keiner E-Autos. Und wo keiner E-Autos fährt, braucht es keine Säulen.“

Getankt werde Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien. Bezahlen können Kunden nicht nur über eine EWF-Ladekarte, sondern über einen Verbund auch über andere Teilnehmer eines bundesweiten Abrechnungssystem sowie über App beziehungsweise Kreditkarte, erklärt Marc Plaßmann von der EWF. An jeder Station können zwei Fahrzeuge mit einer Leistung von 22 Kilowatt geladen werden – zur Einordnung: Ein Renault Zoe verbraucht elf kW auf 100 Kilometer. Bei einem Preis von rund 33 Cent pro Kilowattstunde mache das weniger als vier Euro pro hundert Kilometer, rechnet Plaßmann vor.

Zweite Säule der E-Mobilität seien freilich private Ladestationen. Die müssen bei der EWF angemeldet werden, die auch Beratung zum Thema anbietet. (wf)

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