Sie spenden in Krisensituationen Rituale, gute Worte und Trost

Sieben neue Notfall-Seelsorger im Landkreis Waldeck-Frankenberg

+
Im Gottesdienst: Religionspädagoge Christian Reifert und Dekan Andreas Friedrich (links) beauftragten in Dodenau sieben neue Notfall-Seelsorger. Weiter von links im Bild: Anne Mucha, Horst Briel, Claudia Battenfeld, Bärbel Schwertmann, Ingrid Hofmann und Christian Neuhaus. Es fehlt Susanne Gonswa-Neuhaus. 

Battenberg – Das Team der Notfallseelsorger im Landkreis Waldeck-Frankenberg hat sich erheblich vergrößert: Mit der kirchlichen Beauftragung von sieben neuen Notfallseelsorgern durch Dekan Andreas Friedrich in Dodenau stehen insgesamt zehn Personen für die Notfallseelsorge und Krisenintervention zur Verfügung. Im Frühjahr 2020 beginnt ein neues Seminar über „Psychosoziale Notfallvorsorge“.

„Notfallseelsorger stehen zur Seite, hören zu, halten Traurigkeit und Schmerz aus“, charakterisierte der im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach für die Notfallseelsorge zuständige Diplom-Religionspädagoge Christian Reifert die neuen Kolleginnen und Kollegen.

„Notfallseelsorger sorgen dafür, dass keiner allein bleiben muss. Sie spenden Rituale, gute Worte und Trost“, erklärte Reifert bei einem Festgottesdienst in Dodenau. Nach ihrer 100 Unterrichtsstunden umfassenden Ausbildung seien die neuen Notfall-Seelsorger nun fit für die Einsatzgruppe.

Innerhalb des vergangenen Jahres sei man vier Mal auf die Dienste der Notfallseelsorger angewiesen gewesen, hatte Pfarrer Stefan Geil in seiner Begrüßung gesagt. Unter den Gästen waren auch der Allendorfer Gemeindebrandinspektor Horst Huhn und Dodenaus Wehrführer Hartmut Specht: „Wir sind sehr dankbar für Eure Hilfe!“

Trösten falle auch Pfarrern und Notfallseelsorgern nicht leicht, meinte Dekan Friedrich: „Das geht nicht mit Floskeln“, sagte er. „Es ist toll, dass Ihr den Menschen beistehen und sie trösten wollt“, sagte Friedrich, bevor er Anne Mucha, Horst Briel, Claudia Battenfeld, Bärbel Schwertmann, Ingrid Hofmann, Christian Neuhaus und Susanne Gonswa-Neuhaus für ihren Dienst segnete und ihnen die Beauftragungsurkunde übergab.

Bei einem anschließenden Empfang im Gemeindehaus kündigte Christian Reifert an, dass die Notfallseelsorge im Dekanat 2020 mit drei Veranstaltungen ihr 20-jähriges Bestehen feiern werde, unter anderem mit einem Blaulicht-Gottesdienst.

Er dankte den Familien der Notfallseelsorger für ihr Rückenstärken sowie Christian Henkel-Strieder und Ingrid Kwyk, die bereits seit neun Jahren als Notfallseelsorger im Oberen Edertal tätig sind.

Beginnend im Februar oder März 2020, wird die Fachstelle Notfallseelsorge des Dekanats Biedenkopf-Gladenbach wieder ein Basisseminar „Psychosoziale Notfallvorsorge“ (PSNV) im Rahmen der Notfallseelsorge und Krisenintervention anbieten.

Wer älter als 25 Jahre ist und Interesse an der Mitarbeit in der Notfallseelsorge und Krisenintervention in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf hat, kann sich für weitere Informationen an Christian Reifert, Im Grund 4, 35239 Steffenberg, Telefon: (06464) 2771-012; E-Mail: notfallseelsorge@dekanat-big.de, wenden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.