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Silvester in Waldeck-Frankenberg: Es gibt wieder Feuerwerk zu kaufen

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Von: Jörg Paulus

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Feuerwerk in einem Supermarktregal
Symbolbild © Lino Mirgeler/dpa

In Waldeck-Frankenberg beginnt am 29. Dezember - wie überall in Deutschland - der Verkauf von Silvesterfeuerwerk.

Waldeck-Frankenberg – Nachdem der Verkauf von Feuerwerk an Silvester in den vergangenen beiden Jahren wegen der Corona-Pandemie bundesweit verboten war, darf es zum Jahreswechsel 2022/2023 wieder verkauft und abgebrannt werden. Der Verkauf von Böllern und Raketen ist in Deutschland wie früher nur an den letzten drei Werktagen des Jahres erlaubt: diesmal vom 29. bis 31. Dezember. Abgebrannt werden darf es immer nur an Silvester und Neujahr.

Nach zwei Jahren ohne Feuerwerk dürfte in der Nacht von Samstag auf Sonntag also wieder kräftig geböllert werden. In vielen Werbeprospekten wird bereits für den morgigen Verkaufsstart geworben. Die deutschen Feuerwerkshersteller erwarten ein gutes Geschäft.

2020: Verkaufsverbot für Feuerwerk und Ausgangssperre an Silvester

Am Ende des ersten Corona-Jahres 2020 galt in ganz Deutschland ein Verkaufsverbot für Feuerwerk – aus Rücksicht auf die Krankenhäuser, die auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie nicht auch noch durch Menschen belastet werden sollten, die sich an Feuerwerk verletzt haben. Nur wer noch Raketen und Böller aus den Vorjahren zuhause hatte, durfte diese an Silvester 2020 zünden.

In Waldeck-Frankenberg war das damals aber nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt, denn im Landkreis galt Ende 2020 – auch schon über Weihnachten – eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. In der Öffentlichkeit waren nur Treffen von maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten zulässig, für private Feiern wurde diese Regel vom Landkreis „dringend empfohlen“.

Auch 2021 bestand wieder ein bundesweites Verkaufsverbot für Feuerwerk. Anders als in den Nachbarkreisen Schwalm-Eder oder Kassel hatte sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg damals aber gegen eine Allgemeinverfügung entschieden, die das Abrennen von Feuerwerk generell untersagte. Durch das Verkaufsverbot werde „die Verfügbarkeit von Pyrotechnik schon deutlich eingeschränkt sein“, argumentierte die Kreisverwaltung, rief aber trotzdem dazu auf, aus Rücksicht auf die nach wie vor belasteten Krankenhäuser auch keine Restbestände an Feuerwerk zu zünden.

Silvester 2022 kann nun erstmals wieder ohne Einschränkungen gefeiert werden – das gilt auch für den Verkauf und das Abbrennen von Feuerwerk. Wie immer gilt aber: In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- oder Altersheimen dürfen grundsätzlich keine Böller oder Raketen gezündet werden.

Kliniken bitten um Böllern mit Bedacht

„Die Krankenhäuser und ihre Notaufnahmen wurden deutlich entlastet“, sagt Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, über das vergangene Böllerverbot an Silvester. Auch aktuell seien viele Kliniken durch die Welle an Atemwegserkrankungen und den hohen Krankenstand stark belastet. Sie fordern zwar kein generelles Böllerverbot, appellieren aber an die Menschen, verantwortungsvoll und vorsichtig mit Feuerwerk umzugehen.

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