Betretungsverbot von 15. bis 17. und 22. bis 24. Januar

Ski- und Rodelpisten in Willingen werden wieder gesperrt

08.01.2021, Hessen, Willingen: Ein Schild mit der Aufschrift „Betretungsverbot aller Ski- und Rodelhänge Parkplätze im Skigebiet Willingen gesperrt“ steht an einer Absperrung vor einem Parkplatz, der Seilbahn und den Skipisten. In dem Wintersportort gilt wegen der Corona-Pandemie von diesem Freitag an ein Betretungsverbot für Skipisten und Rodelhänge. Auslöser des Verbots war die Situation am vergangenen Wochenende: Nachdem die Wintersportregion Winterberg im benachbarten Nordrhein-Westfalen Pisten und Parkplätze geschlossen hatte, waren Tausende Ausflügler nach Nordhessen ausgewichen.
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Erneut gesperrt werden Ski- und Rodelpisten sowie dazugehörige Parkplätze in Willingen, um einem Besucheransturm wie nach Neujahr vorzubeugen.

Die Ski- und Rodelhänge sowie dazugehörigen Parkplätze in Willingen werden vom 15. bis 17. und vom 22. bis 24. Januar erneut gesperrt. Angesichts der Pandemie soll ein Besucherandrang verhindert werden.

  • Am dritten und vierten Januar-Wochenende werden die Ski- und Rodelhänge sowie Parkplätze in Willingen erneut gesperrt.
  • Der Landkreis Waldeck-Frankenberg begründet dies mit dem hohen Besucherandrang zu Beginn des Monats, während im Kreis ein hoher Inzidenzwert vorliegt.
  • Ordnungsamt und Polizei kontrollieren, es drohen Bußgelder von bis zu 200 Euro.

Willlingen (Upland) – Die aktuellen Wetterverhältnisse mit optimalen Wintersportbedingungen verleiten dazu, dass seit Januar Tagestouristen in übergroßer Zahl in die Gemeinde Willingen strömten – am vergangenen Wochenende verhängte der Landkreis Waldeck-Frankenberg angesichts der Corona-Lage deshalb ein Betretungsverbot für Willinger Ski- und Rodelhänge. Dieses erneuert er für die kommenden beiden Wochenenden.

Leider konnten bei den Besuchen der Gäste vielerorts die Abstands- und Hygieneregeln nicht mehr eingehalten werden, auch die Maskenpflicht wurde vernachlässigt, teilt der Landkreis in einer Pressemeldung mit. Das Winterwetter hält an, auch weiterhin ziehe es die Menschen in die beliebte Wintersportregion. Da die Infektionszahlen in Waldeck-Frankenberg aber weiterhin konstant hoch sind, hat sich der Landkreis dazu entschieden, an den kommenden beiden Wochenenden erneut das Betreten der Ski- und Rodelhänge sowie der dazugehörigen Parkplätze im Upland zu untersagen.

Besucheransturm auf Willinger Skigebiet soll vermieden werden

Die neue Allgemeinverfügung gilt vorerst vom 15. bis 17. Januar und vom 22. bis 24. Januar. Vorab hat sich der Landkreis dazu erneut mit der Gemeinde Willingen und der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg beraten. „Wir sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass wir auch an den beiden kommenden Wochen in Willingen handeln müssen, um Anstürme wie Anfang Januar dringend zu vermeiden“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. „Das Infektionsrisiko ist leider zu hoch.“

Willingens Bürgermeister Thomas Trachte stimmt zu, die Gemeinde habe eine Erneuerung angeregt, weil sonst wieder von Besucherströmen auszugehen sei. „Wir möchten kein Risiko eingehen und alles tun, damit sich so etwas nicht wiederholt“, erklärt er in einer Mitteilung der Gemeinde. Bei einem Besucherandrang in dieser Größenordnung sei es für das Ordnungsamt nicht möglich, die Einhaltung der Auflagen zu kontrollieren. Die Gemeinde weist darauf hin, dass auch Winterberg und Schmallenberg halten am kommenden Wochenende die Betretungsverbote der Pisten und die Sperrung der Parkplätze vorerst aufrechthalten.

Pisten in Willingen, Usseln und Schwalefeld betroffen

Vom Betretungsverbot betroffen sind die Willinger Hänge Sonnenlift, Ritzhagen, K1, Ettelsberg, Wilddieb und Dorfwiese, die Usselner Hänge Kahler Pön, Büller Höhe, Emmet sowie der Skilift Iberg in Schwalefeld. Das Verbot beginnt jeweils an den nächsten beiden Freitagen und gilt bis einschließlich der jeweils nachfolgenden Sonntage.

Der Landkreis appelliert an alle Menschen, die Regeln einzuhalten, die durch die Ordnungsbehörden der Gemeinde Willingen gemeinsam mit der Polizei an den entsprechenden Tagen umfassend kontrolliert werden. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 200 Euro belegt.

„Wir appellieren an die Vernunft und die Solidarität der Menschen“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Bereits am vergangenen Wochenende, als die Hänge zum ersten Mal gesperrt waren, habe alles gut geklappt und die Menschen sich an die Regeln gehalten. Das werde auch für die kommenden beiden Wochenenden erhofft. „Es schmerzt uns als gastfreundlicher Landkreis sehr, diese Entscheidungen zu treffen und wir haben es uns nicht leicht gemacht“, so der Kreishauschef weiter. „Wir befinden uns aber inmitten der anhaltenden Pandemie. In der jetzigen Situation müssen wir daher schweren Herzens alle Gäste bitten, nicht herzukommen und Zuhause zu bleiben.“

Pisten in Willingen weder präpariert noch gesichert

„Eine so gute Schneelage und eine so stabile Wetterlage wäre in einer ‚normalen‘ Saison der Traum aller Liftbetreiber und Wintersportler“, erklärt Jörg Wilke, Geschäftsführer der Ettelsberg-Seilbahn. Doch laut Verordnung sind die Anlagen bis mindestens Ende Januar zum Stillstand verdammt. Die Pisten sind weder präpariert noch gesichert, anders als bei einer regulären Öffnung können die Liftbetreiber nicht für einen geordneten Ablauf sorgen, teilt die Gemeinde mit. (red/wf)

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