Mit Ampel und Abstand

So organisiert das Freibad Korbach unter Corona-Auflagen den Badebetrieb

Korbacher Freibad hat in der Corona-Krise wieder geöffnet. Darüber freuen sich (von links): Anne Fricke, Mika Wendorff, Sven Ehlers, Elias Tenberger und Naya Nassar aus Korbach.
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Korbacher Freibad hat in der Corona-Krise wieder geöffnet. Darüber freuen sich (von links): Anne Fricke, Mika Wendorff, Sven Ehlers, Elias Tenberger und Naya Nassar aus Korbach.

Das Korbacher Freibad hat seit vergangener Woche geöffnet. Das geht auch mit Coronabeschränkungen. Wenn mehr als 500 Gäste im Bad sind, schaltet die Ampel auf Rot und kein weiteres Badegast darf rein.

Seit 15. Juni ist das Korbacher Freibad geöffnet – trotz Corona. „Wir wussten, dass die Öffnung irgendwann kommen muss. Daher hatten wir immer ein fertiges Hygienekonzept in der Schublade. Das hat dafür gesorgt, dass wie schnell aufmachen konnten, als wir grünes Licht bekamen“, berichtet Wolfgang Wilhelm, Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft in Korbach. Weil das Hallenbad geschlossen ist, sei zudem ausreichend Personal vorhanden. „Alle sind froh, dass sie wieder arbeiten können“, berichtet der Bäderchef.

Im Vergleich zum Bade-Alltag vor der Corona-Krise hat sich im Korbacher Freibad einiges verändert. Auf dem Boden vor dem Haupteingang sind die typischen Abstandsmarkierungen angebracht – ebenso am Kiosk. Außerdem wurden Ampeln installiert. Gab es vorher keine Begrenzung, dürfen aktuell nur 500 Gäste zeitgleich im Freibad sein. Ist die Zahl erreicht, schaltet die Ampel am Eingang auf Rot. Dann geht es erst weiter mit dem Einlass, wenn Personen das Freibad verlassen. „Das wird nicht die Regel sein. Aber an heißen Tagen mit hohem Besucherandrang lässt sich das natürlich nicht vermeiden“, sagt Wolfgang Wilhelm.

Er weist auch auf weitere Corona-Regeln hin. „Jedem Badegast steht auf der Wiese eine Fläche von fünf Quadratmetern zur Verfügung. Allerdings können Familien natürlich gemeinsam auf einer Decke sitzen“, betont Wilhelm.

Generell werde darauf geachtet, dass der Abstand zum jeweils nächsten Liegeplatz mindestens 3,50 Meter betrage. „Unterm Strich können wir daher nicht so viele Menschen ins Freibad lassen, wie vor Corona. Trotzdem können wir den Badebetrieb gut organisieren.“

An den Schwimmbecken, die zurzeit nur über einen Zugang zu erreichen sind, gibt es ebenfalls eine Ampelregelung. Sie wird vom Bäder-Personal manuell auf Rot geschaltet, wenn die maximale Personenzahl im Wasser erreicht ist. Ins Schwimmer-Becken dürfen derzeit nur 200, ins Nichtschimmer-Becken 100 Badegäste.

„An den jeweiligen Becken wird die Anlage aber wohl nicht so häufig auf Rot springen müssen wie es vielleicht mal am Eingang der Fall sein könnte“, ist sich Wolfgang Wilhelm sicher. Schließlich besage eine Faustregel, dass sich zeitgleich etwa ein Drittel der Badegäste im Wasser und zwei Drittel auf der Liegewiese befänden.

Für die jüngsten Badegäste gibt es einen Wermutstropfen: Das Kleinkinder-Planschbecken ist aktuell gesperrt, weil dort die Abstandsregelungen kaum einzuhalten sind.

Wer einen Besuch im Korbacher Freibad unternimmt, sollte auch den Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen. An der Kasse, vor den Sanitäranlagen und vor dem Kiosk gilt eine „Maskenpflicht“.

Wolfgang Wilhelm weist zudem darauf hin, dass das Freibad-Personal ebenfalls alles dafür tue, um die strengen Auflagen zu erfüllen. „Wir reinigen und desinfizieren die verschiedenen Bereiche des Freibades so, wie es von uns verlangt wird. Letztlich sind wir aber vor allem auch darauf angewiesen, dass sich unsere Badegäste entsprechend der geltenden Verordnungen verhalten und beispielsweise selbst darauf achten, im Wasser ausreichend Abstand zum Nebenmann zu halten“, sagt der Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft.

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