Prognose für den Landkreis

So wird das Wetter an Weihnachten in Waldeck-Frankenberg

Schnee
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Symbolbild

Weiße Weihnachten! Das wünschen sich viele Menschen. Die Wetteraussichten für Waldeck-Frankenberg deuten allerdings in eine andere Richtung.

Waldeck-Frankenberg - In der Adventszeit gab es nur anfangs Schnee und Eis in den Bergen, in den Tälern blieb es nass-kalt. In der zweiten Monatsdekade sorgte beständiger Hochdruckeinfluss für tristes Dauergrau und erst zum 4. Advent zeigte sich die Sonne wieder häufiger.

Mit Beginn der Weihnachtswoche hat sich nun landesweit trockene Kaltluft durchgesetzt, mit viel Sonnenschein am Tag und mäßigem Frost in der Nacht. Sind damit nun die Weichen für ein winterliches Weihnachtsfest gestellt?

Leider nicht, denn das Atlantikhoch, das uns bislang von den Tiefs mit ihren Wetterfronten abschirmte, schwächelt ausgerechnet zu Weihnachten. Während damit aus Südwesten milde und feuchte Luftmassen in Deutschland einströmen, hält zugleich ein kräftiger Wirbel über Finnland mit arktischer Kaltluft dagegen. Sie erreicht zwar zu Weihnachten den äußersten Norden Deutschlands, unserer Region stehen aber erneut milde, nasse und windige Feiertage bevor.

Kaltluft wird abgelöst

Schon am 23. verdichten sich die Wolken und die Kaltluft wird langsam durch etwas mildere Luft ersetzt. An Heiligabend ist es dann oft stark bewölkt und bei Höchstwerten von 6 bis 8 Grad regnet es gelegentlich. Dazu bläst ein lebhafter, auf den Bergen auch starker Südwestwind mit stürmischen Böen.

Am ersten Feiertag ändert sich wenig am feuchten und milden Wetter, im nördlichen Bergland könnte es kurzfristig kälter werden und für etwas nassen Schnee reichen. Doch schon am zweiten Feiertag dringt die milde Meeresluft erneut nordwärts vor, es regnet zwar seltener, bleibt aber mit 6 bis 9 Grad weiterhin zu mild.

Erst nach den Feiertagen steigen die Chancen auf Winterwetter deutlich: Dann baut sich auf dem Atlantik ein neues Hochdruckgebiet auf und an seiner Ostflanke bringt frische Meereskaltluft den Winter zumindest in den Bergen zurück. So dürfen alle Schneefans wenigstens noch auf winterliche Freuden zwischen den Jahren hoffen.

Unser Wetter-Experte

Roland Schmidt aus Ernsthausen absolvierte eine Ausbildung als Wetterbeobachter und war beim Wetterberatungsdienst der Bundeswehr tätig. Ab 1981 studierte er in Marburg Geschichte und Geografie. Seit Anfang der 90er gibt er Vhs-Kurse über das Wetter.

Roland Schmidt, der Wetter-Experte der HNA

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